Blog Infos: Rügen Urlaub mit Rügen Inselinfos; Fotos, Bilder und Infos; Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Gästezimmer Rügen; Wetter auf Rügen;

Rügen Sehenswürdigkeiten: Kreiseküste; Kap Arkona; Seebrücke Sellin; Ostseebad Binz und Göhren; Jagtschloss Granitz; Rasender Roland; Fischerdorf Vitt; Naturerbe Zentrum RÜGEN; Lotsenturm Thiessow; Waldpark Semper; Feuersteinfelder Mukran; FEWOS;

Rettet die Treppe am Königsstuhl

Mehr als 200 Jahre gehörte die Treppe zum Besuch des Kreidefelsens dazu. Jetzt soll das Wahrzeichen abgebaut werden. 2016 wurde die Treppe am Königsstuhl durch einen Baum stark beschädigt. Nach Prüfung des Umweltministeriums kam man zum Endschluss, dass die Treppe komplett abgebaut werden soll. Es gab Sicherheitsbedenken, weil das Kreidefelsmassiv beim Königsstuhl hohe Instabilitäten aufweist und somit eine Gefahr für Besucher darstellt. Das Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft ist gegen eine Reparatur der Treppe. Es sei ein erheblicher Reparaturaufwand die etwa 500 Meter langen Treppe zu sanieren, denn Teile der Treppe verlaufen in einem stetig rutschenden Hangbereich. Messungen des Geologischen Dienstes des Landes zeigen eine sehr hohe Abbruchneigung aus. Doch die Bürger der Insel Rügen wollen sich mit dieser Aussage nicht anfreunden.

Mehr anzeigen

Stadt Sassnitz stellt sich quer bei Exhumierung

Zwangsadoption, also der staatliche Eingriff in das Familienleben, war in der DDR keine Seltenheit. Zahlreiche Fälle sind bekannt, wo Kinder als Tod erklärt wurden oder von heute auf morgen einfach verschwanden. Bei einzelnen Fällen wurden Kinder schon bei der Geburt als Tod erklärt – Kindstod. Mütter haben nie die Leiche, das Grab oder auch nur den Totenschein gesehen. Die Gründe für den Menschenraub waren vielfältig. Angefangen von unliebsamen Personen bis hin zu politischen Gründen.

Ein Fall führt in die Stadt Sassnitz. Christa Steenvoorden geht zum Grab ihre Tochter auf den Friedhof in Sassnitz. Sie ist sicher, dass ihre Tochter noch lebt. Sie glaubt bis heute nicht, dass ihre Tochter damals gestorben ist. Nein, sie ist fest davon überzeugt, dass ihre Tochter bei einer anderen Familie lebt. „Es ist Menschenraub” so Frau Steenvoorden. Es ist Dezember 1977 auf Insel Rügen, Juliane Kube ist 3 1/2 Jahre alt und bei ihren Großeltern, als sie angeblich in der Badewanne ertrinkt. Frau Steenvoorden ist an diesem Tag auf einer Schulung. Das Kind wurde mittels Krankenwagen abgeholt und sei für Tot erklärt worden. Den Leichnam ihrer Tochter bekommt die Mutter nie zu sehen. Ihr wurde sogar verweigert sich von ihrer Tochter zu verabschieden, was die Mutter sehr merkwürdig fand. Vor 2 Jahren dann ein anonymer Anruf mit der Mitteilung, dass ihre Tochter lebt und sie solle nie aufhören ihre Tochter zu suchen. Nun sucht sie nach Zeugen und Dokumenten aus DDR-Zeiten. In Unterlagen stimmten Geburtsdaten nicht. Unterschriften wurden gefälscht. Die Staatsanwaltschaft Rostock teilte im Jahr 2016 mit, dass nirgendwo eine Akte zum Todesfall ihres Kindes bekannt sei. Im Jahr 2016 taucht dann doch plötzlich ein Totenschein auf, allerdings mit falschem Geburtsdatum. Liegt die Antwort nun im Grab auf dem Friedhof in Sassnitz? 2016 führte die Uni Greifswald eine Georadarmessung durch. Hier wurde jedoch kein Sarg gefunden. Der endgültige Beweis sollte eine Exhumierung liefern. Das Gericht in Greifswald stimmte einer Exhumierung zu, doch die Stadt Sassnitz stellt sich quer.

Mehr anzeigen

Funkende Wasserzähler als Elektrosmog-Schleuder?

Bis zum Jahr 2022 soll es in allen Haushalten auf Insel Rügen und Hiddensee nur noch funkende Wasseruhren geben, so das Ziel vom Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR). Seit zwei Jahren baut der ZWAR Ultraschall- Wasserzähler mit Funkübertragung ein. Da es keinen mechanischen Verschleiß gibt, kann die Eichzeit verlängert werden, das heißt der Zähler braucht nicht alle sechs Jahre gewechselt werden. Zum Einsatz kommen die Wasserzähler vom Typ MULTICAL® 21 der Firma Kamstrup. Vorteil dieser neuen Wasserzähler, zum Ablesen muss der Ablesedienst nicht mehr die Wohnung oder das Haus betreten, denn die Wasserzähler funken selbstständig ihre Daten auf die Straße. Der Ablesedienst braucht also nur am Haus vorbei zu fahren. Die eingebaute Batterie soll laut Hersteller bis zu 16 Jahre halten. Allerdings sind Datenschützer und besorgte Bürger bezüglich Elektrosmog sind von den funkenden Wasseruhren gar nicht begeistert.

Mehr anzeigen

Eisente – SEEVOGEL DES JAHRES 2017

Die Eisente (Clangula hyemalis) ist der Seevogel des Jahres 2017. Der farbenfrohe Meeresvogel ist ein Wintergast aus dem Norden und rastet jedes Jahr in großen Trupps vor allem in der Ostsee. Die einst häufige Tauchente wird jedoch seit einigen Jahren immer seltener, teilte der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur am Freitag in Ahrensburg mit.

„Die Eisente wurde als Seevogel des Jahres 2017 gewählt wegen der erschreckenden Erkenntnis, dass die noch vor kurzem weltweit häufigste Meeresente heute dramatische Bestandseinbrüche aufweist“, sagte der Vereinsvorsitzende Eckart Schrey. Dies gelte insbesondere für die hierzulande überwinternde Population aus Nordosteuropa und Westsibirien.

Mehr anzeigen

Fliesen-Wandbild in Prora gesichert

Ein sogenanntes Gutachten hatte im Vorfeld bescheinigt, dass es zerfällt, sobald es angefasst wird. Die Rede ist vom Fliesen-Wandbild „Wehrbereitschaft der Jugend“, welches der Künstler Klaus Rößler für die Oberschule „Egon Schulz“ in Prora schuf und Szenen aus dem DDR-Alltag zeigt. Tatkräftige Männer und eine Frau konnten das ca. 3,20 Meter Breite und 2,50 Meter Hohe Wandbild mit seinen 320 Fliesen mit Trennschleifer und Fingerspitzengefühl erfolgreich und ohne Zerfall retten. Wer auch immer das Gutachten erstellte, lag wohl komplett falsch in seiner Beurteilung. Was Denkmalschutz als minderwertig eingeschätzt hatten, ist ein Teil DDR Geschichte was erfolgreich durch privater Initiative vor dem Verfall gesichert wurde. Wo das Wandbild in Zukunft seinen neuen Platz findet, ist noch nicht geklärt.

Neues Wohlfühlresort auf Rügen: Urbaner Lebensstil und modernes Design in idyllischer Natur

In einem verträumten Fischerdorf im direkten Hinterland der berühmten Seebäder Rügens und vor der Kulisse der malerischen Zickerschen Berge, einem der schönsten Wandergebiete der Insel, ist eine neue Wohlfühloase entstanden: mönchgut living & spa. „Luxus besitzt viele Facetten. Wenn es um eine Urlaubsunterkunft geht, sind wir davon überzeugt, dass neben einer hochwertigen und gemütlichen Ausstattung vor allem Platz den wahren Luxus darstellt. In den schönsten Wochen des Jahres möchte niemand in einem kleinen Zimmer eingezwängt sein“, erklärt Dr. Jan Grasshoff, einer der beiden Eigentümer, das Leitmotiv der umfangreichen Bauarbeiten der letzten Monate. „Außerdem bringen wir mit unserem Stil und dem modernen Design ein Stück urbanes Lebensgefühl in eine der idyllischsten Ecken Rügens.“

Mehr anzeigen

Seenotretter im Dauereinsatz

Das hier gezeigte Foto zeigt die riesige Gewitterzelle, die am letzten Sonntag über die Insel Hiddensee und Teile der Insel Rügen zog. Extreme Sturmböen begleitet mit Hagel haben so manche Segelyacht durchgeschüttelt und mussten gerettet werden. Bei Neuenkirchen flogen größere Äste von den Bäumen auf die Straße. Die Sicht nach Hiddensee war schlagartig auf wenige hundert Meter begrenzt.

Von den Seenotrettern heißt es:
Allein sieben Mal wurde das Seenotrettungsboot NAUSIKAA der Station Vitte/Hiddensee alarmiert – sechs Mal innerhalb der zwei Stunden zwischen 17 und 19 Uhr, als so starke Gewitterböen mit Regen und Hagel über die Insel zogen, dass praktisch keine Sicht herrschte. Unter anderem geriet das Fahrgastschiff „Hansestadt Stralsund“ mit 84 Personen an Bord an der schmalsten Stelle des Hiddenseefahrwassers fest. Eine Sturmbö hatte es um etwa 50 Meter aus dem Fahrwasser versetzt. „Etwa fünf Minuten später und das Schiff hätte sich im tiefen Wasser befunden, wo die starken Böen kein Problem gewesen wären!“ sagte einer der Seenotretter. Das Schiff konnte ohne Probleme freigeschleppt werden.

Mehr anzeigen

Kleinbahnhof Baabe – der Schandfleck des Jahres

Viele Urlauber sind bereits auf der Insel um ihren Jahresurlaub auf der schönsten Insel von Deutschland zu verbringen. Urlauber und Tagesgäste im Ostseebad Baabe die mit der Bäderbahn „Rasender Roland” hier ein- oder aussteigen möchten, werden am Kleinbahnhof allerdings mit einer unschönen Baustelle konfrontiert. Das ist nicht nur so eine Baustelle, nein diese Baustelle steht nunmehr seit über einem Jahr! Und langsam wächst im wahrsten Sinne des Wortes Gras über die Sache.

Im Frühjahr 2016 wurde angefangen das alte Gebäude durch eine einheimische Baufirma abzureißen. Hier sollte ein neues schickes Gebäude errichtet werden. Geplant waren ein Fahrkarten- und Informationsschalter, öffentliche Toiletten sowie zwei Mitarbeiterwohnungen in der ersten Etage. Große Teile der Mauer sollten jedoch wegen Denkmalschutz stehen bleiben. Aus bisher unbekannten Gründen wurde jedoch zu viel vom Gebäude abgerissen. Ob die Abrisspläne falsch verstanden wurden oder ob es einfach nur Kommunikationsdefizite gab, ist nicht bekannt. Fakt ist jedoch, durch den nicht planmäßigen Abriss kam es zum Streit zwischen Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH als der Besitzer des Gebäudes und dem Landkreis Vorpommern-Rügen.

Die Gemeinde Ostseebad Baabe kann den derzeitigen Zustand leider nur mit Bedauern von außen betrachten und ist über diese Entwicklung nicht sonderlich glücklich. Der Bürgermeister der Gemeinde Baabe Herr Hartwig Diwisch ist jedoch nicht tatenlos. Er versucht zwischen den Fronten zu vermitteln und Lösungen (wenigstens Übergangslösungen) zu erwirken. Die Gemeinde Baabe selbst ist in den Verlauf der Auseinandersetzung nicht eingebunden. Herrn Diwisch ist es aber gelungen, den Landrat Herrn Drescher für das Thema zu sensibilisieren. Es gab in den letzten Wochen mehrfach Gespräche. Die Gemeinde Baabe ist bemüht um ordentliche Verhältnisse zu geschaffen.

RügenBlog wollte nun wissen, wann es mit den Bauarbeiten denn nun weiter gehen könnte. Mehrere schriftliche Anfragen (April, Mai, Juni) an die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH wurden nicht beantwortet. Es wurde von Seitens des Eigentümers des Gebäudes überhaupt nicht reagiert – noch nicht einmal der Eingang der Anfragen wurden bestätigt.

Frage an die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH: Wie lange soll dieser Schandfleck denn noch so aussehen? Möchte man noch ein Jahr warten?

Wunderfinder startet KulturSommer im Ostseebad Binz

Zum ersten mal startet im Jahr 2017 der KulturSommer im Ostseebad Binz. Auf dem Programm steht eine breitgefächerte Konzert-Reihe mit Künstlern aus nah und fern. Von einer Künsterin haben wir alle schon einmal im Radio eines ihrer Lieder gehört – z.b. Wunderfinder – die Rede ist von Alexa Feser die am 8. Juli Live auf dem Kurzplatz den KulturSommer einleitet. Zahlreiche Besucher, ob Jung oder Alt, und auch Fans mit bedruckten T-Shirts, auf denen der Name der Sängerin stand, wollten sie Live erleben und folgten der Einladung zum kostenlosen Konzert. Doch bevor es los ging wurde es richtig laut und so sorgte der Sänger und Songwriter Matt Gresham aus Australien mit seiner doch kraftvollen Stimme und Gitarre für gute Laune. Neben eigenen Werken sang er auch Stücke von Bob Marley und Rag’n’Bone Man.

Nach dem Warmup mit Matt Gresham und einer längeren Pause dann der erwartete Auftritt von Sängerin Alexa Feser bei fanatischen Sonnenuntergang. Mit Pianist, Schlagzeuger und Gitarrist eröffnete sie mit dem Titel „Medizin” ihren Live-Auftritt. Schnell fühlten sich die ersten Reihen mit Fans und die Handys wurden blitzschnell in Aufnahmepostion gebracht. Der Kurzplatz wurde voller und viele hunderte Menschen lauschten ihrer Musik, klatschten und sangen mit. Bis hoch zum Eingang vom Binzer Kurhaus standen die Menschen und verfolgten den Auftritt der Sängerin. Und auch so mancher Vater hatte seiner Tochter wohl einen großen Traum erfüllt.

Der Auftritt von Alexa Feser ist einer von vielen in Binz. Erstmalig findet im Jahr 2017 der KulturSommer Binz statt. Auf dem Programm steht eine breitgefächerte Konzert-Reihe mit Künstlern aus nah und fern.

Leserbrief: Stopp der Entsorgung und Umdeutung der Geschichte

Ein Beitrag von Dr. Stefan Wolter – Initiative Denk-MAL-Prora, ehemaliger Bausoldat und Historiker:

Wie bekannt wurde, ist Ende Mai in Prora, Block IV, das 2012 unter Denkmalschutz gestellte KDL-Wachgebäude fast vollständig entkernt und zerstört worden. Es war das nunmehr letzte Gebäude des einstigen Militärstandortes Prora, das über eine weithin intakte Ausstattung aus DDR-Zeiten verfügte. Damit setzt sich fort, was in Prora offenbar System hat. Erstmals jedoch wurde gestern Strafanzeige gegen die Zerstörung der baulichen Spuren der DDR-Geschichte gestellt. Den Fall bearbeitet das Kriminalkommissariat Stralsund.

Block IV beherbergte nach dem Abzug des Panzerregiments 8 im Jahr 1964 (mit Dutzenden Panzern im Bestand, die zum Teil zur Absicherung des Mauerbaus in Berlin zum Einsatz kamen) Teile des MSR 29, ehe nach einem Umbau 1981 die berüchtigte Offiziershochschule für ausländische Kader eröffnete. Dort wurden Rekruten für befreundete Armeen, insbesondere den sozialistischen Befreiungsbewegungen, ausgebildet.

Mehr anzeigen