Kommentar: Auf Rügen sind die Mücken los

Ob man von einer Mückenplage sprechen kann, wollen wir nicht beurteilen, aber letztes Wochenende wieder viel unterwegs gewesen. Auf der Halbinsel Ummanz einen Abstecher bei Suhrendorf unternommen. Kaum aus dem Auto ausgestiegen kamen die Biester in Scharren angeflogen, setzten sich auf alle freien Körperstellen und schlugen gnadenlos zu. Innerhalb von einer Minute über 15 Mückenstiche. Keine Chance den angriffslustigen Gefährten zu entkommen. Und nicht nur in Suhrendorf waren die Mücken aggressiv, etwas weiter gefahren und in Freesenort halt gemacht. Auch hier das selber Bild. Kaum die Türen vom Auto geöffnet flogen auch schon gefühlte 30 Mücken ins Auto. Kommt es nur so vor, oder sind dieses Jahr die Mücken verstärkt unterwegs?

Über Facebook meldeten einige Leser, dass in vielen Geschäften das Antimückenspray ausverkauft war.

Erhaltung der Bäderarchitektur auf der Wilhelmstraße in Sellin

Erhaltung der Bäderarchitektur auf der Wilhelmstraße in Sellin

Keine Frage, die Bäderarchitektur auf der Wilhelmstraße im Ostseebad Sellin ist das Aushängeschild des Ostseebades. Und dies soll auch in Zukunft so bleiben. Durch Abriss und Neubau droht jedoch diese Bäderarchitektur zu verschwinden. Bürgermeister Reinhard Liedtke möchte hier einen Riegel davor schieben und so erarbeiten die Gemeindevertreter an bestimmte Klauseln für den Bebauungsplan.

Insgesamt seien es über 70 Punkte für die Gestaltungsvorschriften. Angefangen von der Farbgestaltung, über Dachformen bis hin zu Grünanlagen. Durch Besitzerwechsel oder Nutzungswechsel verschwinden immer mehr familiengeführte Hotels und Pensionen und werden durch „gesichtslose” Eigentumswohnungen oder Appartementhäuser ersetzt. Hotel „Xenia” und Pension „Tatjana” sei hier als Beispiel genannt. Die Gestaltung der Gebäude soll sich an historische Gebäude orientieren. Es seien auch nur noch Weißtöne bei der Fassadenfarbe zulässig. Hinzukommt kommen die Auflagen, dass etwa Parkplätze auf dem eigenem Grundstück zu erreichten sind. Der historische Charakter der vor 100 Jahren erschaffenen Wilhelmstraße soll erhalten bleiben.

Statistik Übernachtungen Ostseebad Sellin 2016

Übernachtungen Ostseebad Sellin 2016

Neue statistische Zahlen gibt es von der Kurzverwaltung des Ostseebades Sellin. 2016 wurde die magische Übernachtungszahl von 1 Mio überschritten. Allein mit 542.729 Übernachtungen lag der größte Teil bei Ferienwohnungen und Ferienhäuser. Insgesamt konnte das Ostseebad Sellin mit 1.039.536 Übernachtungen punkten. Mit 127.728 Übernachtungen kamen meisten Personen aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen – kurz gefolgt mit 118.948 Übernachtungen aus dem Bundesland Sachen. Die meisten ausländischen Gäste kamen aus der Schweiz und hierzu konnten 7.151 Übernachtungen verbucht werden. Insgesamt besuchten 37 Nationen das Ostseebad Sellin. Die Entwicklung der Übernachtungen zeigt, dass die Zahlen nach oben gehen. 1997 waren es 353.132 Übernachtungen und 2006 waren es bereits 740.322 Übernachtungen.

Ein Vergleich nach Monaten

Monat........2015........2016...Änderung in %
JANUAR......22.506.....23.295...+3,5
FEBRUAR.....24.991.....28.121...+12,52
MÄRZ........34.916.....56.460...+61,7
APRIL.......55.431.....42.526...-23,28
MAI.........84.607.....95.972...+13,43
JUNI.......110.249....120.851...+9,61
JULI.......192.468....204.421...+6,21
AUGUST.....209.028....202.088...-3,3
SEPTEMBER..107.437....118.240...+10,05
OKTOBER.....78.075.....91.630...+17,36
NOVEMBER....23.399.....24.876...+6,31
DEZEMBER....31.208.....31.056...-0,48
Gesamt.....974.315..1.039.536...+6,69

X Gründe, warum Du Urlaub auf Rügen machen solltest

X Gründe, warum Du Urlaub auf Rügen machen solltest. Der Sommerurlaub muss ja nicht unbedingt in der Türkei oder Spanien sein. Meeresrauschen kannst Du auch am sonnenreichsten Ort von Deutschland genießen – auf der Insel Rügen. Hier einige Gründe, warum Du dein nächsten Urlaub auf der Insel Rügen machen solltest, und das zu jeder Jahreszeit.

1. Weil Kap Arkona einer der schönsten Plätze ist, nicht nur bei Sonnenuntergang

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Zeigt den Kindern die Welt, nicht die Kinder der Welt!

Die Urlaubszeit hat begonnen, ein Tage am Strand mit der ganzen Familie steht auf der To-do-Liste. Schnell ein paar schöne Strand-Fotos knipsen und am Abend den Bekannten und Verwandten über Social Web zeigen. Ob auf der privaten Facebookseite, in öffentlichen Facebook-Gruppen, öffentlichen Facebook-Seiten oder Instagram, niedliche Kinderbilder werden täglich ohne Bedenken ins Netz gestellt. Das die Persönlichkeitsrechte und Privatsphäre der Kinder mit Füßen getreten werden, ist den meisten gar nicht bewusst. Nicht nur wohlmeinende Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten tun das, nein auch so mancher Hobbyfotograf nutzt die Natur der Insel Rügen um niedliche Kinderbilder als neueste Errungenschaft seiner Kreativität der Welt offen im Netz zu zeigen. Kinder werden als Model (so manche Eltern fühlen sich zu höherem berufen) in Szene gesetzt und der großen weiten Welt zum Anschauen präsentiert, in der Hoffnung dann ganz viele Likes, Aufmerksamkeit und Anerkennung zu bekommen.

„Hören Sie bitte auf, Fotos Ihrer Kinder für jedermann sichtbar bei Facebook und Co zu posten. Danke!“ ein Aufruf der Hagener Polizei. Leider ist vielen nicht bewusst, dass vor lauter Niedlichkeit hier später Ärger anstehen kann. Gerade auf Facebook werden die Nutzungsrechte der Bilder an Facebook übertragen. Da spielt es keine Rolle an welcher Stelle die Kinderbilder eingestellt wurden. Kinderbilder, die für Erwachsene harmlos erscheinen, können für Kinder später peinlich werden. Schnell sind die Weichen für Cybermobbing gestellt. Das Bild einmal im Netz, bekommt man dies fast nie wieder gelöscht. Schon gar nicht, wenn das Bild schon kopiert wurde!

Besonders Pädophile sind gezielt im Netz unterwegs um solche Kinderbilder zu suchen, zu kopieren oder für eigene Handlungen zu klauen oder weiter zu veröffentlichen.

Juristisch gesehen haben Eltern minderjähriger Kinder freie Hand beim Veröffentlichen von Fotos im Internet. Kinder können sich jedoch nicht gegen eine solche Veröffentlichung wehren.

Zeigt den Kindern die Welt, nicht die Kinder der Welt!

Die Insel Rügen InfoMap

RügenBlog hat etwas neues – die Insel Rügen InfoMap. Eine Google-Karte auf alle Badestrände inkl. Hundestrände, Tankstellen, Leuchttürme und feste Blitzer dargestellt sind. Die Karte befindet sich derzeit noch im Aufbau und kann jederzeit erweitert oder angepasst werden. Die Seite wurde reponsiv erstellt, so können auch Handybenutzer in den Genuss kommen diese Karte zu nutzen.

Insel Rügen InfoMap

Hier eine Live-Ansicht:

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Informationen über den Flugplatz Güttin EDCG

Wer mit dem eigenen Flugzeug die Insel Rügen besuchen möchte, dem steht der Flugplatz Güttin im Westen der Insel zur Verfügung. Generell sind nur Flugzeuge bis 5700 kg zur Landung zugelassen. UL-Flieger sollten beachten, dass es hier für sie kein MOGAS gibt. Sie können beim Flugplatz Stralsund oder Anklam tanken. Für alle anderen steht eine Tankstelle (AVGAS 100 LL und Jet A1) zur Verfügung. Die Asphaltbahn ist 900 Meter lang und 20 Meter breit. Für Nachtflug stehen Flugplatzleuchtfeuer, PAPI, Pisten und Rollbahn Befeuerung zur Verfügung.

Öffnungszeiten

Sommer 07:00 – 17:00/SS UTC
Winter 09:00 – 16:00/SS UTC

Andere Zeiten PPR
Luftaufsicht +49 38306 1289

Ab- und Anflüge über dem Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“ sind nur bei Einhaltung der Mindesthöhe bei Überlandflügen (2000 ft GND) durchzuführen. Überflüge der Ortschaft Samtens sind möglichst zu vermeiden.

Flugplatz Rügen Güttin EDCG

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Leuchttürme der Insel Rügen: Leuchtturm Kollicker Ort

Das Leuchtfeuer Kollicker Ort wurde 1904 von der Firma Pintsch erbaut und am 1. April 1905 in Betrieb genommen. Der etwa 7 Meter hohe Stahlturm dient als Orientierungs- und Quermarkenfeuer. Er befindet sich an Ostseite der Halbinsel Jasmund und das Leuchtfeuer hat eine Höhe von etwa 30 Meter. Seine Tragweite beträgt etwa 10 Seemeilen (etwa 19km). Wer den Turm besuchen möchte begibt sich auf eine abenteuerliche Tour. Keine Parkmöglichkeiten in der Nähe und Kilometer langer Marsch am Strand mit Steinen und Hindernissen müssen in Kauf genommen werden. Die beste Möglichkeit den Turm zu fotografieren ist von einem Schiff aus mit Teleobjektiv. So wurde auch dieses Foto hier im Beitrag geschossen. Benannt wurde der Turm nach dem Kollicker Bach, der sich in der Nähe befindet.

GPS-Koordinaten: 54.56237 N, 13.67929 E

Leuchtturm Kollicker Ort

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60.000 Kubikmeter werden aus dem Selliner See ausgebaggert

Aktuell ist das Baggerschiff „HH 47” auf dem Selliner See und hat längst die Arbeiten der Fahrrinne für den Wasserrastplatz Sellin auf Insel Rügen aufgenommen. Der Selliner See soll auf einer Länge von 3,5 Kilometern eine Fahrrinne von 20 Meter Breite und 2,50 Meter Tiefe für die Fahrgastschifffahrt bekommen. Bis zur Fertigstellung des Projektes werden es etwa 60.000 Kubikmeter Schlamm und Sand sein die aus dem See ausgebaggert wurden, so Projektleiter Herr Plantholz gegenüber RügenBlog. Fast täglich fahren dazu zwei über 400PS starke Stromschubschiffe (SSS) der Reederei Ed Line aus Berlin große Container nach Peenemünde die dann auf der Deponie Peenemünde entleert werden. Die beiden Stromschubschiffe „EDO“ und „EDDI“ können hierzu, und je nach Wind und Wetterlage, zwischen 250 und 500 Tonnen befördern. Jede Fahrt der Stromschubschiffe nach Peenemünde und zurück zum Selliner See dauert über eine Stunde. Die schmale Baaber Bek (Verbindung Selliner See zur Having und Rügischer Bodden) wurde schon fleißig ausgebaggert. Ostseebad Sellins Bürgermeister Reinhard Liedtke besuchte jetzt ebenfalls die Schiffe und ließ sich über den aktuellen Stand der Arbeiten informieren.

Baggerschiff HH 47 und Stromschubschiff EDO

Findling Schwanenstein in Lohme

Der Schwanenstein in Lohme zählt zu den Findlingen auf der Insel Rügen. Er liegt etwa 100 Meter östlich vom Hafen der Gemeinde Lohme und bringt etwa 162 Tonnen auf die Waage. Der Findling besteht aus Hammergranit und ist vermutlich mit der letzten Eiszeit von Bornholm (Dänemark) an seinen jetzigen Standort transportiert worden. Wahrscheinlich durch gefrorenes Eis hat sich im laufe der Jahre eine große und sichtbare Kluft gebildet die sich wohl bald ablösen wird.

Eine Sage beschreibt folgendes: Auf Rügen werden die Babys vom Adebar oder vom Schwan gebracht. Es versteht sich von selbst, dass es im Sommer der Adebar und im Winter der Schwan ist, der die Babys bringt und bis dahin sind die Kinder im Stein verborgen.

Mit dem Schwanenstein in Lohme ist auch eine traurige Geschichte verbunden. Wir schreiben das Jahr 1956. Es ist der 13. Februar, ein kalter Wintertag, überall Schneeverwehungen und die See ist am Ufer zugefroren. Die drei Jungen Helmut Petersen, Uwe Wassilowsky und Manfred Prewitz aus dem Kinderheim in Lohme wollen auf das Eis. Wie so oft an der Küste, ändern sich Wetterbediengen in wenigen Minuten, so auch an diesem Tag. Schlechtes Wetter kündigt sich an. Ein zunehmender Sturm lässt das Eis am Ufer brechen. Die drei Kinder erreichen das Ufer nicht mehr und klettern deshalb auf den Findling der sich etwa 30 Meter vom Ufer befindet. Der Sturm wird stärker, peitscht über das Land, wird regelrecht zum Orkan und die Wellen auf der See werden höher. Die Kinder sitzen noch immer auf dem Findling, haben Angst und hoffen auf baldige Rettung. In dem sonst so ruhigen Ort Lohme beginnt eine große Rettungsaktion. Fischer aus dem Dorf, ein Kutter des Fischkombinates Sassnitz, Sowjetische Soldaten und ein Hubschrauber aus Berlin kommt zum Einsatz. Doch all die verzweifelten Rettungsaktionen kommen nicht gegen den Sturm an. Sogar ein in Prora stationierter Panzer des Pionierzugs der Kasernierten Volkspolizei rückt aus, aber in meterhohen Schneewehen bleibt auch dieser strecken. Das Drama nimmt ein trauriges Ende.

Am Morgen des 14. Februar ist es Windstill, die See ist spiegelblank, die Sonne scheint – als wäre nichts gewesen. Doch die drei Jungs auf dem Findling sind nur noch mit Eis überzogene Körper. Erst jetzt gelingt es die drei Jungs zu bergen. Die Beerdigung findet auf dem Friedhof von Nipmerow statt. Es waren nur wenige Meter zum Findling, aber am Tag des 13. Februar unerreichbar.

Erst 39 Jahre später wurde auf Initiative von ehemaligen Kindern des Kinderheimes Lohme das Grab mit einem Grabstein versehen.

GPS: Koordinaten 54.58524,13.61194

Der Findling Schwanenstein in Lohme - 3 Kinder sind 1956 hier qualvoll ums Leben gekommen