Problemkreuzung Sellin bekommt eine Ampel

Die Kreuzung B196 und Ruth-Bahls-Straße im Ostseebad Sellin ist seit Jahren eine Problemkreuzung. Sie ist Ein- und Ausfahrt für NETTO, ALDI, Kaufhaus Stolz, Tankstelle und Gäste vom Cliff Hotel. In den Ferienmonaten ist die Kreuzung tagsüber fast ständig zugestopft. Der Urlaubsverkehr ist einfach zu viel für diesen Kreuzungsbereich. Hinzu kommen die künstlichen Staus die durch den Rasenden Roland verursacht werden. Dadurch ist ein Einbiegen auf die B196 teilweise gar nicht so einfach. Wer zur Tankstelle möchte kommt nicht rein, und wer tanken war kommt nicht raus. Ein alltägliches Bild an dieser Kreuzung und mit dem Bau vom ALDI wurde der Kreuzung noch mehr zugesetzt.

Bereits 2015 wurde über das Problem gesprochen und 2016 wurde auf einer Sitzung sich für eine Ampelschaltung entschieden. Die Ampelschaltung könnte so zum Beispiel im Winter komplett ausgeschalten belieben. Ein Kreisverkehr ist aus Platzgründen und Steigung der Ruth-Bahls-Straße als nicht umsetzbar abgelehnt worden. Nun 2018 sollen Nägel mit Köpfen gemacht und die Ampelschaltung in die Tat umgesetzt werden. Hierzu wird es dann eine Umleitung über die Straße Siedlung am Wald geben. Die bisher ruhig Straße wird dann über einige Monate leider etwas lauter. Nach bisherigen Planungen könnte die Umsetzung im Juni beginnen die dann bis Oktober andauern könnte. Ob die neue Ampel-Lösung das Wundermittel für diese Kreuzung ist, bleibt allerdings abzuwarten.

Neubau von Strandtoiletten mit DLRG Rettungsturm

Im Ostseebad Binz, im Ortsteil Prora, entstehen aktuell 3 neue Strandtoiletten in Verbindung mit DLRG Rettungstürmen. Diese werden am Strandzugang 71, am Strandzugang 72 und am Strandzugang 76 errichtet. Als Vorbild diente das Gebäude an der Binzer Seebrücke, wo Toilette und Rettungsturm als Multifunktionsgebäude vereint wurde. In Zukunft werden die Strandtoiletten in Binz und Prora Einlasssperren haben. Der Zugang ist dann nur noch über eine gültige Kurkarte mit einem QR-Code möglich. Mittels Einwohnerkurkarte können Bewohner von Binz und Prora die Toiletten kostenlos benutzen. Alle anderen müssen sich eine Tageskurkarte für 2,85 EUR kaufen. Auch wer aus den Nachbarorten kommt, muss zahlen. Toiletten für jedermann soll es dann nicht mehr geben. Die Kosten für ein Gebäude würde etwa so viel kosten wie das Multifunktionsgebäude am Seebrückenvorplatz – etwa 1,3 Millionen Euro.

Rettet die Treppe am Königsstuhl

Mehr als 200 Jahre gehörte die Treppe zum Besuch des Kreidefelsens dazu. Jetzt soll das Wahrzeichen abgebaut werden. 2016 wurde die Treppe am Königsstuhl durch einen Baum stark beschädigt. Nach Prüfung des Umweltministeriums kam man zum Endschluss, dass die Treppe komplett abgebaut werden soll. Es gab Sicherheitsbedenken, weil das Kreidefelsmassiv beim Königsstuhl hohe Instabilitäten aufweist und somit eine Gefahr für Besucher darstellt. Das Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft ist gegen eine Reparatur der Treppe. Es sei ein erheblicher Reparaturaufwand die etwa 500 Meter langen Treppe zu sanieren, denn Teile der Treppe verlaufen in einem stetig rutschenden Hangbereich. Messungen des Geologischen Dienstes des Landes zeigen eine sehr hohe Abbruchneigung aus. Doch die Bürger der Insel Rügen wollen sich mit dieser Aussage nicht anfreunden.

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Stadt Sassnitz stellt sich quer bei Exhumierung

Zwangsadoption, also der staatliche Eingriff in das Familienleben, war in der DDR keine Seltenheit. Zahlreiche Fälle sind bekannt, wo Kinder als Tod erklärt wurden oder von heute auf morgen einfach verschwanden. Bei einzelnen Fällen wurden Kinder schon bei der Geburt als Tod erklärt – Kindstod. Mütter haben nie die Leiche, das Grab oder auch nur den Totenschein gesehen. Die Gründe für den Menschenraub waren vielfältig. Angefangen von unliebsamen Personen bis hin zu politischen Gründen.

Ein Fall führt in die Stadt Sassnitz. Christa Steenvoorden geht zum Grab ihre Tochter auf den Friedhof in Sassnitz. Sie ist sicher, dass ihre Tochter noch lebt. Sie glaubt bis heute nicht, dass ihre Tochter damals gestorben ist. Nein, sie ist fest davon überzeugt, dass ihre Tochter bei einer anderen Familie lebt. „Es ist Menschenraub” so Frau Steenvoorden. Es ist Dezember 1977 auf Insel Rügen, Juliane Kube ist 3 1/2 Jahre alt und bei ihren Großeltern, als sie angeblich in der Badewanne ertrinkt. Frau Steenvoorden ist an diesem Tag auf einer Schulung. Das Kind wurde mittels Krankenwagen abgeholt und sei für Tot erklärt worden. Den Leichnam ihrer Tochter bekommt die Mutter nie zu sehen. Ihr wurde sogar verweigert sich von ihrer Tochter zu verabschieden, was die Mutter sehr merkwürdig fand. Vor 2 Jahren dann ein anonymer Anruf mit der Mitteilung, dass ihre Tochter lebt und sie solle nie aufhören ihre Tochter zu suchen. Nun sucht sie nach Zeugen und Dokumenten aus DDR-Zeiten. In Unterlagen stimmten Geburtsdaten nicht. Unterschriften wurden gefälscht. Die Staatsanwaltschaft Rostock teilte im Jahr 2016 mit, dass nirgendwo eine Akte zum Todesfall ihres Kindes bekannt sei. Im Jahr 2016 taucht dann doch plötzlich ein Totenschein auf, allerdings mit falschem Geburtsdatum. Liegt die Antwort nun im Grab auf dem Friedhof in Sassnitz? 2016 führte die Uni Greifswald eine Georadarmessung durch. Hier wurde jedoch kein Sarg gefunden. Der endgültige Beweis sollte eine Exhumierung liefern. Das Gericht in Greifswald stimmte einer Exhumierung zu, doch die Stadt Sassnitz stellt sich quer.

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Funkende Wasserzähler als Elektrosmog-Schleuder?

Bis zum Jahr 2022 soll es in allen Haushalten auf Insel Rügen und Hiddensee nur noch funkende Wasseruhren geben, so das Ziel vom Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR). Seit zwei Jahren baut der ZWAR Ultraschall- Wasserzähler mit Funkübertragung ein. Da es keinen mechanischen Verschleiß gibt, kann die Eichzeit verlängert werden, das heißt der Zähler braucht nicht alle sechs Jahre gewechselt werden. Zum Einsatz kommen die Wasserzähler vom Typ MULTICAL® 21 der Firma Kamstrup. Vorteil dieser neuen Wasserzähler, zum Ablesen muss der Ablesedienst nicht mehr die Wohnung oder das Haus betreten, denn die Wasserzähler funken selbstständig ihre Daten auf die Straße. Der Ablesedienst braucht also nur am Haus vorbei zu fahren. Die eingebaute Batterie soll laut Hersteller bis zu 16 Jahre halten. Allerdings sind Datenschützer und besorgte Bürger bezüglich Elektrosmog sind von den funkenden Wasseruhren gar nicht begeistert.

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Fliesen-Wandbild in Prora gesichert

Ein sogenanntes Gutachten hatte im Vorfeld bescheinigt, dass es zerfällt, sobald es angefasst wird. Die Rede ist vom Fliesen-Wandbild „Wehrbereitschaft der Jugend“, welches der Künstler Klaus Rößler für die Oberschule „Egon Schulz“ in Prora schuf und Szenen aus dem DDR-Alltag zeigt. Tatkräftige Männer und eine Frau konnten das ca. 3,20 Meter Breite und 2,50 Meter Hohe Wandbild mit seinen 320 Fliesen mit Trennschleifer und Fingerspitzengefühl erfolgreich und ohne Zerfall retten. Wer auch immer das Gutachten erstellte, lag wohl komplett falsch in seiner Beurteilung. Was Denkmalschutz als minderwertig eingeschätzt hatten, ist ein Teil DDR Geschichte was erfolgreich durch privater Initiative vor dem Verfall gesichert wurde. Wo das Wandbild in Zukunft seinen neuen Platz findet, ist noch nicht geklärt.

Seenotretter im Dauereinsatz

Das hier gezeigte Foto zeigt die riesige Gewitterzelle, die am letzten Sonntag über die Insel Hiddensee und Teile der Insel Rügen zog. Extreme Sturmböen begleitet mit Hagel haben so manche Segelyacht durchgeschüttelt und mussten gerettet werden. Bei Neuenkirchen flogen größere Äste von den Bäumen auf die Straße. Die Sicht nach Hiddensee war schlagartig auf wenige hundert Meter begrenzt.

Von den Seenotrettern heißt es:
Allein sieben Mal wurde das Seenotrettungsboot NAUSIKAA der Station Vitte/Hiddensee alarmiert – sechs Mal innerhalb der zwei Stunden zwischen 17 und 19 Uhr, als so starke Gewitterböen mit Regen und Hagel über die Insel zogen, dass praktisch keine Sicht herrschte. Unter anderem geriet das Fahrgastschiff „Hansestadt Stralsund“ mit 84 Personen an Bord an der schmalsten Stelle des Hiddenseefahrwassers fest. Eine Sturmbö hatte es um etwa 50 Meter aus dem Fahrwasser versetzt. „Etwa fünf Minuten später und das Schiff hätte sich im tiefen Wasser befunden, wo die starken Böen kein Problem gewesen wären!“ sagte einer der Seenotretter. Das Schiff konnte ohne Probleme freigeschleppt werden.

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Kleinbahnhof Baabe – der Schandfleck des Jahres

Viele Urlauber sind bereits auf der Insel um ihren Jahresurlaub auf der schönsten Insel von Deutschland zu verbringen. Urlauber und Tagesgäste im Ostseebad Baabe die mit der Bäderbahn „Rasender Roland” hier ein- oder aussteigen möchten, werden am Kleinbahnhof allerdings mit einer unschönen Baustelle konfrontiert. Das ist nicht nur so eine Baustelle, nein diese Baustelle steht nunmehr seit über einem Jahr! Und langsam wächst im wahrsten Sinne des Wortes Gras über die Sache.

Im Frühjahr 2016 wurde angefangen das alte Gebäude durch eine einheimische Baufirma abzureißen. Hier sollte ein neues schickes Gebäude errichtet werden. Geplant waren ein Fahrkarten- und Informationsschalter, öffentliche Toiletten sowie zwei Mitarbeiterwohnungen in der ersten Etage. Große Teile der Mauer sollten jedoch wegen Denkmalschutz stehen bleiben. Aus bisher unbekannten Gründen wurde jedoch zu viel vom Gebäude abgerissen. Ob die Abrisspläne falsch verstanden wurden oder ob es einfach nur Kommunikationsdefizite gab, ist nicht bekannt. Fakt ist jedoch, durch den nicht planmäßigen Abriss kam es zum Streit zwischen Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH als der Besitzer des Gebäudes und dem Landkreis Vorpommern-Rügen.

Die Gemeinde Ostseebad Baabe kann den derzeitigen Zustand leider nur mit Bedauern von außen betrachten und ist über diese Entwicklung nicht sonderlich glücklich. Der Bürgermeister der Gemeinde Baabe Herr Hartwig Diwisch ist jedoch nicht tatenlos. Er versucht zwischen den Fronten zu vermitteln und Lösungen (wenigstens Übergangslösungen) zu erwirken. Die Gemeinde Baabe selbst ist in den Verlauf der Auseinandersetzung nicht eingebunden. Herrn Diwisch ist es aber gelungen, den Landrat Herrn Drescher für das Thema zu sensibilisieren. Es gab in den letzten Wochen mehrfach Gespräche. Die Gemeinde Baabe ist bemüht um ordentliche Verhältnisse zu geschaffen.

RügenBlog wollte nun wissen, wann es mit den Bauarbeiten denn nun weiter gehen könnte. Mehrere schriftliche Anfragen (April, Mai, Juni) an die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH wurden nicht beantwortet. Es wurde von Seitens des Eigentümers des Gebäudes überhaupt nicht reagiert – noch nicht einmal der Eingang der Anfragen wurden bestätigt.

Frage an die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH: Wie lange soll dieser Schandfleck denn noch so aussehen? Möchte man noch ein Jahr warten?

Wunderfinder startet KulturSommer im Ostseebad Binz

Zum ersten mal startet im Jahr 2017 der KulturSommer im Ostseebad Binz. Auf dem Programm steht eine breitgefächerte Konzert-Reihe mit Künstlern aus nah und fern. Von einer Künsterin haben wir alle schon einmal im Radio eines ihrer Lieder gehört – z.b. Wunderfinder – die Rede ist von Alexa Feser die am 8. Juli Live auf dem Kurzplatz den KulturSommer einleitet. Zahlreiche Besucher, ob Jung oder Alt, und auch Fans mit bedruckten T-Shirts, auf denen der Name der Sängerin stand, wollten sie Live erleben und folgten der Einladung zum kostenlosen Konzert. Doch bevor es los ging wurde es richtig laut und so sorgte der Sänger und Songwriter Matt Gresham aus Australien mit seiner doch kraftvollen Stimme und Gitarre für gute Laune. Neben eigenen Werken sang er auch Stücke von Bob Marley und Rag’n’Bone Man.

Nach dem Warmup mit Matt Gresham und einer längeren Pause dann der erwartete Auftritt von Sängerin Alexa Feser bei fanatischen Sonnenuntergang. Mit Pianist, Schlagzeuger und Gitarrist eröffnete sie mit dem Titel „Medizin” ihren Live-Auftritt. Schnell fühlten sich die ersten Reihen mit Fans und die Handys wurden blitzschnell in Aufnahmepostion gebracht. Der Kurzplatz wurde voller und viele hunderte Menschen lauschten ihrer Musik, klatschten und sangen mit. Bis hoch zum Eingang vom Binzer Kurhaus standen die Menschen und verfolgten den Auftritt der Sängerin. Und auch so mancher Vater hatte seiner Tochter wohl einen großen Traum erfüllt.

Der Auftritt von Alexa Feser ist einer von vielen in Binz. Erstmalig findet im Jahr 2017 der KulturSommer Binz statt. Auf dem Programm steht eine breitgefächerte Konzert-Reihe mit Künstlern aus nah und fern.

Besuch in der „KdF-Seebad Rügen“ geplanten Empfangshalle

Der Dokumentationszentrum Prora e.V. lud heute zum Internationalen Museumstag zu einem kostenlosen Rundgang in die für das „KdF-Seebad Rügen“ geplante Empfangshalle ein. Doch bevor es in die heilige Halle ging, die von der NVA als Sporthalle benutzt wurde, hieß es erst mal Platz nehmen im Seminarraum. Da zahlreiche Besucher der Einladung folgten, füllte sich der Raum bis auf den letzten Stuhl. Einige der anwesenden Besucher hatten ihre Dienstzeit in Prora verbracht und schwelten in Erinnerungen. Christian Michael Schmidt, ehemals Bausoldat in der NVA und in Mukran eingesetzt, erklärte die Geschichte zum Bau der Anlage „KdF-Seebades Rügen”, den Visionen und Vorstellungen und woher der Name Prora eigentlich stammt. Der Name Prora stammt von einer bewaldeten Hügelkette.

Nach etwa 45 Minuten Vortrag ging es dann zum Besuch der geplanten Festhalle. Beschriftungen an der Wand und Markierungen auf dem Fußboden lassen bereits erahnen, dass hier zuletzt eine Sporthalle war. Heute ist die gigantische Halle in einem absoluten maroden Zustand und für Besucher gesperrt. Feuchtigkeit lässt den Boden anheben, Putz bröckelt von der Wand und Teile vom Dach fallen herunter. Wir hätten gern ein aktuelles Foto vom derzeitigen Zustand der Halle als Dokumentation der Zeitgeschichte gezeigt, aber der Eigentümer vom Block 3 hat das fotografieren dieser Halle untersagt. Geplant ist hier ein Sport- und Freizeitzentrum.