Kommentar: Auf Rügen sind die Mücken los

Ob man von einer Mückenplage sprechen kann, wollen wir nicht beurteilen, aber letztes Wochenende wieder viel unterwegs gewesen. Auf der Halbinsel Ummanz einen Abstecher bei Suhrendorf unternommen. Kaum aus dem Auto ausgestiegen kamen die Biester in Scharren angeflogen, setzten sich auf alle freien Körperstellen und schlugen gnadenlos zu. Innerhalb von einer Minute über 15 Mückenstiche. Keine Chance den angriffslustigen Gefährten zu entkommen. Und nicht nur in Suhrendorf waren die Mücken aggressiv, etwas weiter gefahren und in Freesenort halt gemacht. Auch hier das selber Bild. Kaum die Türen vom Auto geöffnet flogen auch schon gefühlte 30 Mücken ins Auto. Kommt es nur so vor, oder sind dieses Jahr die Mücken verstärkt unterwegs?

Über Facebook meldeten einige Leser, dass in vielen Geschäften das Antimückenspray ausverkauft war.

Kommentar: Insel Rügen und das schnelle Geld

Ehemalige Küstenfunkstelle Rügen Radio

Urlaub – für viele der Inbegriff für Erholung, Ruhe genießen, Sonne tanken, den Alltagsfrust mal vergessen, den Großstadtlärm zu entfliehen, mit der Familie gemeinsame schöne Tage verbringen. Warum nicht den Sommerurlaub mit den Kindern auf der größten Insel Deutschlands verbringen – also ab auf die Insel Rügen. Viele Urlauber werden jedoch ganz schnell spüren was Massentourismus bedeutet.

Es ist mal wieder Zeit um mit dem Finger auf gierige Investoren, Bauherren, Gemeinden und Bürgermeister zu zeigen die durch ihre Vorhaben und Genehmigungen den Massentourismus begünstigen und die Insel in den Wahnsinn treiben. Überall auf Insel Rügen sind neue Bauprojekte in Form von Hotels, Ferienwohnhäuser, Eigentumswohnungen, Wellnest oder Medical-Spa-Bereiche geplant. Jeder Investor möchte vom Kuchen des Tourismus etwas abhaben. Mit den Standard-Argument wie „es bestehe Bedarf“ oder „schafft Arbeitsplätze“ werden großflächige Naturverschandelungen als Grund für Bauvorhaben grundsätzlich vorgeschoben. Tourismusminister Harry Glawe (CDU) ist der Mann der sagte „Rügen wird das neue Sylt” und macht sich mit dieser Aussage bei den Insulanern recht unbeliebt. Nein Herr Harry Glawe, die Insulaner wollen eben kein neues Sylt!

Das Resultat solcher irrsinnigen Bauprojekte sind lange Blechkolonnen auf den Straßen in den Urlaubsmonaten. Beispiel sei hier Lancken-Granitz erwähnt, wo die Bewohner des Ortes nicht mal mehr vernünftig auf die andere Straßenseite kommen – jetzt muss hier extra eine Ampel gebaut werden! Aber auch der Bau der Schnellstraße B96n ist ein Ergebnis von Massentourismus und vollen Straßen. Rambin und Samtens mussten über Jahre hinweg mit Autolärm leiden. In Rambin musste man über die Straße rennen um sie überhaupt zu überqueren. Das beim Bau der B96n noch mehr Unsinn veranstaltet wurde, steht auf einem anderen Blatt. Die meisten Straßen der Insel Rügen sind für die Millionen Fahrzeuge der Urlauber nicht geschaffen. An der Kreuzung B196 und L29 in Richtung Binz muss ein Kreisverkehr gebaut werden, weil lange Autoschlangen zu Megastaus und immer wieder zu Unfällen führen. Lasst uns doch gleich eine Autobahn bis Kap Arkona bauen.

Muss der einheimische Inselbürger irgendwelche Termine war nehmen, steht er im Stau und kommt nur noch mit Verspätungen am Ziel an. Ganz abgesehen von der Parkplatzsuche bei Einkaufsmärkten, Schlange stehen bei der Tankstelle und nicht zu vergessen das Rettungskräfte nicht schnell genug am Einsatzort ankommen. Touristen kommen wie Bienen in Scharren auf die Insel Rügen und möchten ihren Urlaub verbringen – logisch wenn Ferien sind. In den Sommerferien gleichen die Straßen einem Herzinfarkt. Die Strände sind voll mit Strandkörben, bunten Decken, Windschützer und Strandzelten – Romantik und Ruhe sieht irgendwie anders aus. Und weil wir so eine schöne ruhige Idylle auf der Insel Rügen haben, brauchen wir unbedingt noch mehr Betten für Touristen.

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Kommentar: Was hat Bundeswehr und das Ostseebad Göhren gemeinsam?

Defkter Hanglift im Ostseebad Göhren

Was hat die Bundeswehr und das Ostseebad Göhren gemeinsam?

Antwort: Technik die immer wieder ausfällt!

Mindestedens einmal im Monat verweigert der Hanglift in Göhren seinen Dienst. So auch kürzlich wieder am 10. Dezember. So ein Lift ist ja durchaus eine feine Sache und an dieser Stelle auch sinnvoll, aber die Ausfallquote ist schon bemerkenswert. Seit Juni diesen Jahres ist der Hanglift allein wegen Defekt bis zu 10 mal ausgefallen. Hinzu kommen 4 Wartungsarbeiten. Würde man das grob hochrechnen, kommt es pro Jahr zu 20 Ausfällen wegen Defekt. Der Hanglift stand von Anfang an in keinem guten Licht. Ostern 2015 sollte er schon in Betrieb gehen. Doch Unstimmigkeiten bei Planungen, Grundstücksfragen und Pachtverträgen haben die Fertigstellung weit nach hinten geschoben. Und so ging er erst im November 2015 in Betrieb. In den Folgemonaten musste immer ein Bereitschaftsdienst anrücken weil diverse Sensoren Fehler anzeigten. Im Juli dieses Jahres hieß es noch, dass die Firma ABS Transportbahnen aus Österreich relevante Teile austauschen werde. Offensichtlich hat der Austausch nichts gebracht.

Angesichts dieser Tatsache stellt sich der normale Bürger die Frage, wie das bei einem 1,5 Millionen teuren Lift sein kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher hier stecken bleiben ist jedenfalls höher als ein 6er im Lotto.

Auf ein Wort.