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Insel-Brauerei vom Erfolg überrascht

Die Insel-Brauerei ist nach eigenen Angaben vom Erfolg überrascht. Braumeister Markus Berberich, ein Saarländer, wagte im Sommer 2015 den Schritt in die Selbstständigkeit. Bereits nach 3 Monaten war der Betrieb ausgelastet. Aktuell werden etwa 150.000 Flaschen pro Monat abgefüllt. Ende 2016 soll durch Erweiterungen die Abfüllmenge auf 300.000 Flaschen pro Monat erhöht werden. Der Standort in Rambin neben der B96 verspricht seltene Biere. Natürlich sind exklusive Kreationen teuer als normale Biersorten, aber die Kunden seien auch bereit dafür tiefer in die Taschen zu greifen, so Markus Berberich gegenüber dem Nordkurier. Auf dem Erfolg möchte sich Markus Berberich allerdings nicht ausruhen. Nun gilt es, weitere Märkte auch im Ausland zu erschließen. Lieferverbindungen nach Island, Israel und Holland gibt es schon. Verhandlungen mit Russland und Frankreich stehen kurz vor dem Abschluss. Und wer auch mal das Bier probieren möchte, kann dies auch vor Ort tun. Ein riesiger Parkplatz neben dem Bauernmarkt steht zur Verfügung. Im Eingangsbereich stehen zwei Kupferbrennblasen sowie Holzfässer. Die rustikale Biertheke oder der kleine Biergarten im Außenbereich lädt zum Probieren einer der 12 Sorten ein. Einen kleinen Imbiss können sich die Kunden beim Bauernmarkt holen oder bringen sich einfach selber etwas mit.

Foto: Marius Jaster
Foto: Marius Jaster / ostseereporter.de

Dreharbeiten zum Musikvideo mit Esthi Kiel

Esthi Kiel, die Sängerin und Songwriterin und heute auf der Insel Rügend wohnhaft, lud am 15. Mai 2016 alle Rüganer und Fans ein um mit ihr das neue Musikvideo zum Song „Schau auf’s Meer“ von Bizi The First (Frank Lüers und Tobias Holldorf) am Selliner Strand zu drehen. Über 150 Menschen folgten der Einladung, obwohl das Wetter nicht gerade nach Strand-Party aussah. Mit bunten Schwimmreifen, bunten Hüten, gelben Schuhen, skurrilen Brillen und Party-Haarschmuck wurde eine fantastische Stimmung am Selliner Strand gezaubert, die dann im Video festgehalten wurde. Fast alle Szenen wurden spontan und total ohne Stress und Hektik gedreht. Kameramann war übrigens Nico Offermann von Rügen TV der auch mit einer Drohne tolle Bilder aus der Luft machen konnte. Und wie der Zufall es so wollte, gabs zum Videodreh auch noch einen schönen Regenbogen. Wir freuen uns auf das fertige Video.

Der Titel kann hier als MP3 bezogen werden.

Dreharbeiten zum Musikvideo mit Esthi Kiel

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Findling Schwanenstein in Lohme

Der Schwanenstein in Lohme zählt zu den Findlingen auf der Insel Rügen. Er liegt etwa 100 Meter östlich vom Hafen der Gemeinde Lohme und bringt etwa 162 Tonnen auf die Waage. Der Findling besteht aus Hammergranit und ist vermutlich mit der letzten Eiszeit von Bornholm (Dänemark) an seinen jetzigen Standort transportiert worden. Wahrscheinlich durch gefrorenes Eis hat sich im laufe der Jahre eine große und sichtbare Kluft gebildet die sich wohl bald ablösen wird.

Eine Sage beschreibt folgendes: Auf Rügen werden die Babys vom Adebar oder vom Schwan gebracht. Es versteht sich von selbst, dass es im Sommer der Adebar und im Winter der Schwan ist, der die Babys bringt und bis dahin sind die Kinder im Stein verborgen.

Mit dem Schwanenstein in Lohme ist auch eine traurige Geschichte verbunden. Wir schreiben das Jahr 1956. Es ist der 13. Februar, ein kalter Wintertag, überall Schneeverwehungen und die See ist am Ufer zugefroren. Die drei Jungen Helmut Petersen, Uwe Wassilowsky und Manfred Prewitz aus dem Kinderheim in Lohme wollen auf das Eis. Wie so oft an der Küste, ändern sich Wetterbediengen in wenigen Minuten, so auch an diesem Tag. Schlechtes Wetter kündigt sich an. Ein zunehmender Sturm lässt das Eis am Ufer brechen. Die drei Kinder erreichen das Ufer nicht mehr und klettern deshalb auf den Findling der sich etwa 30 Meter vom Ufer befindet. Der Sturm wird stärker, peitscht über das Land, wird regelrecht zum Orkan und die Wellen auf der See werden höher. Die Kinder sitzen noch immer auf dem Findling, haben Angst und hoffen auf baldige Rettung. In dem sonst so ruhigen Ort Lohme beginnt eine große Rettungsaktion. Fischer aus dem Dorf, ein Kutter des Fischkombinates Sassnitz, Sowjetische Soldaten und ein Hubschrauber aus Berlin kommt zum Einsatz. Doch all die verzweifelten Rettungsaktionen kommen nicht gegen den Sturm an. Sogar ein in Prora stationierter Panzer des Pionierzugs der Kasernierten Volkspolizei rückt aus, aber in meterhohen Schneewehen bleibt auch dieser strecken. Das Drama nimmt ein trauriges Ende.

Am Morgen des 14. Februar ist es Windstill, die See ist spiegelblank, die Sonne scheint – als wäre nichts gewesen. Doch die drei Jungs auf dem Findling sind nur noch mit Eis überzogene Körper. Erst jetzt gelingt es die drei Jungs zu bergen. Die Beerdigung findet auf dem Friedhof von Nipmerow statt. Es waren nur wenige Meter zum Findling, aber am Tag des 13. Februar unerreichbar.

Erst 39 Jahre später wurde auf Initiative von ehemaligen Kindern des Kinderheimes Lohme das Grab mit einem Grabstein versehen.

GPS: Koordinaten 54.58524,13.61194

Der Findling Schwanenstein in Lohme - 3 Kinder sind 1956 hier qualvoll ums Leben gekommen

Der Schwarze See im Naturschutzgebiet Granitz

Ob Sommer oder Winter, für Wanderer ist der Schwarze See im Naturschutzgebiet Granitz genau das richtige. Von der Selliner Seebrücke aus über den Hochuferweg sind es etwa 2,5 km Wegstrecke – allerdings nur zu Fuß, denn für Radfahrer ist der Weg eher ungeeignet (festes Schuhwerk empfohlen). Für Radfahrer gibt es einen alternativen Radweg, allerdings dann etwas länger. Der See verfügt über einen gemütlichen Rastplatz und einen kleinen Holzsteg.

Der Schwarze See mit etwa 23 Hektar Größe befindet sich im Osten vom Naturschutzgebiet Granitz. Die größte Tiefe liegt bei 15 Meter und der Meeresspiegel 54,2 m über NHN. Im Randbereich des Sees finden Zwischenmoor- und Hochmoorbildung statt. Zum Teil besteht eine Schwingdeckenvegetation. Hier kommen Torfmoos, Wollgräser, Fieberklee, Moosbeere und Rosmarinheide vor. Der umschließenden Waldes sind als Kernzone (Totalreservat) des Biosphärenreservats Südost-Rügen ausgewiesen.

GPS-Koordinaten: 54.39414,13.66978

Der Schwarze See

Bakenberg bei Groß Zicker auf Insel Rügen

Auf Insel Rügen gibt es viele Aussichtspunkte. Ein ganz kostenlosen Variante bietet der 69 Meter hohe Bakenberg bei Groß Zicker. Über Jahrhunderte dienten Baken als Orientierungsmarke für die Schifffahrt. Von 1968 bis 1999 stand hier ein großes, würfelförmiges, graues Betonbauwerk, dass als Trinkwasseranlage diente. Um die ungeschmälerte Schönheit des einmaligen Landschaftsbildes wieder herzustellen und den ungestörten Rundumblick auf alle Horizonte wieder freizumachen, wurde das Bauwerk abgetragen und die unverzichtbaren, funktionellen Teile unter die Erde verlegt. Den Bakenberg erreicht man über die Ortschaften Groß Zicker und Gager. Der Bakenberg ist Teil des Biosphärenreservates Südost-Rügen und wird extensiv mit Schafen bewirtschaftet.

Position:
http://o8fotos.objektiv8.de/page/map/54.30183,13.69053

Bakenberg bei Groß Zicker

Das Pfarrwitwenhaus Groß Zicker auf Rügen

Eines der ältesten Wohnhäuser Rügens steht in Groß Zicker im Südosten der Insel und wurde 1719/20 gebaut. Das Dach besteht aus dem typischen Baumaterial Rohr oder auch Reet genannt, ein Rohstoff der auf der Insel Rügen nachwächst. Doch wie kam es zum Bau? 1718 starb der damalige Pfarrer Johannes Cadow und hinterließ seine Frau Anna Katharina und vier Kinder. Diese Familie musste das Pfarrhaus für die nachfolgende Pastorenfamilie räumen. Die Kirchgemeinde musste zur Versorgung der Pfarrerswitwe den Bau des Pfarrwitwenhauses in Angriff nehmen. Darauf hin wurde das Pfarrwitwenhaus (schornsteinlose Rookhuus) in Groß Zicker zu errichtet. Joachim Krüger skizzierte den Bau – er war Vertreter des dänischen Königs, Amtmann von Bergen und Landvogt von Rügen. 1723 konnte die Witze Cadow mit den Kindern in das Haus einziehen.

1733 wird bereits vom schlechten Zustand des Pfarrwitwenhauses berichtet. Wegen schlechten Bauholzes und der Nässe im Herbst, wollte der damalige Pfarrer das marode Dach nicht mehr decken lassen. Ein Gutspächter von Philippshagen stellt darauf hin Stroh zur Verfügung und veranlasste weitere Baumaßnahmen. 1782 wurde das Dach mit Schilfrohr ersetzt. Von 1782 bis 1810 wohnte die letzte Pfarrwitwe Sophia Vahl im Haus. Von 1811 bis 1830 war das Pfarrwitwenhaus Schule und zugleich Wohnhaus. 1830 bekam Groß Zicker ein eigenes Schulhaus und das Pfarrwitwenhaus wurde vermietetet. Etwa 1850 bewohnt der Einlieger Johann Friedrich Christian Radvan mit seiner neunköpfigen Familie das Pfarrwitwenhaus. Bis 1984 bewohnten hier 4 Generationen der Familie das Haus. 1984 zog die letzte Bewohnerin Anna Glutsch, Tochter von Wilhelm Radvan, aus dem Pfarrwitwenhaus aus. Während dieser Zeit wurde das Pfarrwitwenhaus zu einer bekannten Sehenswürdigkeiten auf der Insel Rügen.

Pfarrwitwenhaus Groß Zicker

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Leuchttürme der Insel Rügen: Der Peilturm Kap Arkona

Wer schon einmal am Kap Arkona war, dem ist natürlich der ehemalige Marinepeilturm mit der Glaskuppel aufgefallen. Eigentlich ist es ja kein Leuchtturm in dem Sinne, aber er soll natürlich in der Liste der Leuchttürme Insel Rügen nicht fehlen. Im Jahre 1927 wurde der 23 Meter hohe Turm in Ziegelbauweise am slawischen Burgwall erbaut und diente zunächst als Seefunkfeuer. Navigation fand hier mittels Funkwellen statt. 1945 wurden die technischen Einrichtungen zerstört. Anfang 1990 wurde der Turm saniert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute befindet sich hier eine Aussichtsplattform die erst über 111 Stufen erreichbar ist. Bei klarem Wetter kann man sogar bis zur dänischen Insel Møn blicken – was fast 65 km sind. Seit 2003 existiert im Peilturm das Bernsteinatelier des Wiesbadener Künstlers Nils Peters. Hier finden Ausstellungen, Vorträge und Vernissagen statt und unter der Glaskuppel befindet sich das Sonnenschmuck-Atelier. Übrigens: 2017 wird der Turm 90 Jahre alt!

Peilturm Kap Arkona

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Ostseebad Sellin legt Vermieterstatistik für 2015 vor

Mit Stand von Februar 2016 und einer Bettenzahl von 8297, gab es im Jahr 2015 genau 973.589 Übernachtungen. Dabei besuchten 173.264 Personen das Ostseebad Sellin. Die Aufteilung der Übernachtungen sieht wie folgt aus:

– 285.815 in Hotels
– 499.122 in Ferienwohnungen
– 57.376 in Pensionen
– 131.276 in Kurklinik/Erholungsheim/Jugendherbergen

Mit 208.853 Übernachtungen und einer Auslastung von 82,73% war der Monat August der stärkste Monat. Die meisten Gäste kamen übrigens aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Sachsen. 24.066 Übernachtungen wurden durch ausländische Gäste verzeichnet. Schweizer Urlauber standen hier ganz oben auf der Treppe. Gegenüber 2024 gab es 12.133 Übernachtachtungen mehr.

Seepark Ostseebad Sellin

Lohme: Protest gegen Massentourismus mit Wellness-Hotel

„können wir abbrechen kurz”, so die letzten Worte von Bürgermeister Matthias Ogilvie (aus dem Rheinland stammende Kommunalpolitiker) in einem kürzlichen NDR-Interview. Doch worum geht es? In dem kleinen jahrhundertealten ehemaligen und etwa 1.370 ha großen Fischerdorf Lohme, wo einst über 1000 Einwohner wohnten, sind es heute nur noch wenige hunderte Einwohner – 451 um genau zu sein, jedenfalls auf der Website der Gemeinde Lohme angegeben. Nun plant ein Investor auf dem ehemaligen Rügen-Radio-Gelände eine hochmoderne Medical-Spa-Anlage mit Ferienhäusern sowie Kurpark mit etwa 500 Betten. Die Gesamtfläche beträgt etwa 32 Fußballfelder.

Die Bewohner von Lohme finden das gar nicht so toll. Mit einem Paukenschlag kommt eine riesige Anlage in ihr idyllisches Dorf. Ein großer Teil wird regelrecht mit Beton und Asphalt platt gemacht. Eigentlich war im Lohme auf dem alten Grundstück vom Kinderheim eine Ferienanlage geplant. Jedoch seit 1998 ist das Gelände dem Verfall ausgesetzt. Man konnte sich wohl mit dem Besitzer nicht einigen. Nun soll auf dem ehemaligen Rügen-Radio-Gelände gebaut werden.

Bürgermeister Matthias Ogilvie gefällt dieses Idee sehr gut und steht voll und ganz hinter dem Projekt. Das hier jedoch ein erheblicher Eingriff in die Natur vorgenommen wird, interessiert Bürgermeister Matthias Ogilvie nicht. „Die Natur ist nicht entfernt in dem Maße ausreichende Anziehungskraft wie das dargestellt wird. Die ist sehr schön das sie dar ist, wenn man sie aber nicht nutzt, durch entsprechende Angebote, zum Beispiel durch das Golfhotel, zum Beispiel durch das Medical-Spa, bringt die Natur auch keine Gäste” so Matthias Ogilvie gegenüber NDR. Würde es nach Bürgermeister Matthias Ogilvie gehen, dann könnte die Anlage noch größer werden. Sein Hauptargument sind neue Arbeitsplätze und wieder mehr Einwohner schaffen. Gegenüber dem NDR sagte Bürgermeister Matthias Ogilvie weiterhin: „Wir machen Angebote und dann hoffen wir, dass die Gäste kommen. Wir erwarten das sogar”.

Ein ähnliches Projekt, wie zum Beispiel das Precise Resort Rügen mit 700 Betten und 90 Arbeitsplätzen, musste Anfang 2014 in Insolvenz gehen weil das erhoffte Konzept nicht aufging. Am Ende war der Betreiber zahlungsunfähig. Bürger von Lohme glauben nicht, dass ihr Ort auch noch eine Wellnest-Hotel braucht, zumal es bereits etwa 40 Wellnest-Hotels auf der Insel Rügen gibt. Sie sagen, dass gerade die Gäste wegen der Ruhe und der schönen und unberührten Natur nach Lohme kommen. Sie sind auch der Meinung, dass man hier nur Fördergelder abgreifen möchte. Und so heißt es beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern: „Viele Menschen erschließen sich das Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern über gesundheitstouristische Angebote. Wellness ist der Image- und Sympathieträger für das Land in diesem Bereich. Wir wollen den Anteil der Urlauber, die bei uns etwas für ihr Wohlbefinden tun wollen, von derzeit unter 20 auf 25 Prozent steigern“, sagte Verbandsgeschäftsführer Bernd Fischer.

„Wir wollen hier nicht diesen Massentourismus wie in Binz” sagt ein Mitglied der Bürgerinitiative gegenüber dem NDR. Und auch viele Urlauber sind von den vielen Wellnest-Hotels nicht unbedingt begeistert. „Man kann sich auch erholen, ohne so einem riesen Klopper irgendwo vor der Nase zu haben”, „Lohme ist noch unberührt, und dies sollte man auch so belassen”. Eine Bürgerinitiative ist gegen den Bau und hat bereits über 2500 Unterschriften gesammelt, darunter 2/3 Bewohner aus Lohme, Nachbarn und Gäste. Bürgermeister Matthias Ogilvie ist dies jedoch völlig egal. „Wenn man Unterschriften irgendwo in der Welt sammelt, kriegt man immer Unterschriften zusammen.” Es sei eine Sache von Lohme wo etwa 400 Wahlberechtigt sind. Alle Stimmen darüber hinaus sind irrelevant. „Ich bin für die Bürger da … aber nicht für die Leute die Unterschriften gegeben haben” so Matthias Ogilvie weiter im Interview gegenüber NDR. Zum Teil sollen auch Unterschriften zurückgezogen worden sein, jedenfalls ist das die Aussage von Bürgermeister Matthias Ogilvie. Am Ende weiß Bürgermeister Matthias Ogilvie gar nicht mehr wie viel Unterschriften zurück genommen wurden und bricht das Interview mit den Worten „können wir abbrechen kurz” ab.

Wie es weiter geht ist noch offen. 2013 schwärmte Matthias Ogilvie noch von traumhaften Landschaften und vielen Golfplätzen. Dies hat er jedenfalls gegenüber der OZ vom März 2013 geäußert. Heute ist es wohl Massentourismus mit Wellness-Hotel und den daraus folgenden Blech-Lawinen durch die Landstraßen sein Traum. Da fragt man sich doch, ob bei solchen „Überkopf“-Entscheidungen die Bewohner auf der Insel Rügen überhaupt noch Mitspracherecht haben. Aber wie sagte Matthias Ogilvie einst gegenüber dem Osterholzer Kreisblatt: „ich bin ein Wanderer zwischen den Welten”.

Übrigens, der NDR-Beitrag befindet sich in der Mediathek:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/markt/Ruegen-Proteste-gegen-Wellness-Hotel,markt10202.html

Protest gegen Massentourismus mit Wellness-Hotel in Lohme

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Leuchttürme Insel Rügen: Molenfeuer Sassnitz (Steuerbord)

Der achteckige und etwa 15 Meter hohe Leuchtturm an der Ostmole der Hafenstadt Sassnitz ist das Urlaubsmotiv schlechthin. Im Jahre 1903 wurde er am Molenkopf erreichtet und hat heute eine Sichtbarkeit von etwa 12 Seemeilen – etwa 22km. Im Jahre 1976 wurde das Molenfeuer für Fernsteuerung umgebaut. In den Jahren 1978 und 1979 herrschten starke Winterwetter, wodurch der Leuchtturm stark beschädigt wurde. Es wurde vorerst ein provisorisches Feuer aufgebaut. Nach einer gründlichen Sanierung (damals etwa 80.000 DM) nahm der Leuchtturm im September 1993 wieder sein Betrieb auf. Heute steht der Sassnitzer Leuchtturm auf der längsten Außenmole Europas und zählt zu den beliebtesten Fotomotiven, besonders im Winter wenn der Turm mit Schnee und Eis bedeckt wird. Der Leuchtturm ist nicht begehbar und im Winter kann es auch zu generellen Sperrungen der Mole kommen. Übrigens, am 13. Mai 1975 erschien die Serie „Leucht-, Leit- und Molenfeuer an der Küste der DDR“ auf Briefmarken. Auf der 20 Pfennig Briefmarke war das Molenfeuer Sassnitz noch als rot/weißer Turm vertreten.

Sassnitzer Mole ist die längste Außenmole Europas