Wunderfinder startet KulturSommer im Ostseebad Binz

Zum ersten mal startet im Jahr 2017 der KulturSommer im Ostseebad Binz. Auf dem Programm steht eine breitgefächerte Konzert-Reihe mit Künstlern aus nah und fern. Von einer Künsterin haben wir alle schon einmal im Radio eines ihrer Lieder gehört – z.b. Wunderfinder – die Rede ist von Alexa Feser die am 8. Juli Live auf dem Kurzplatz den KulturSommer einleitet. Zahlreiche Besucher, ob Jung oder Alt, und auch Fans mit bedruckten T-Shirts, auf denen der Name der Sängerin stand, wollten sie Live erleben und folgten der Einladung zum kostenlosen Konzert. Doch bevor es los ging wurde es richtig laut und so sorgte der Sänger und Songwriter Matt Gresham aus Australien mit seiner doch kraftvollen Stimme und Gitarre für gute Laune. Neben eigenen Werken sang er auch Stücke von Bob Marley und Rag’n’Bone Man.

Nach dem Warmup mit Matt Gresham und einer längeren Pause dann der erwartete Auftritt von Sängerin Alexa Feser bei fanatischen Sonnenuntergang. Mit Pianist, Schlagzeuger und Gitarrist eröffnete sie mit dem Titel „Medizin” ihren Live-Auftritt. Schnell fühlten sich die ersten Reihen mit Fans und die Handys wurden blitzschnell in Aufnahmepostion gebracht. Der Kurzplatz wurde voller und viele hunderte Menschen lauschten ihrer Musik, klatschten und sangen mit. Bis hoch zum Eingang vom Binzer Kurhaus standen die Menschen und verfolgten den Auftritt der Sängerin. Und auch so mancher Vater hatte seiner Tochter wohl einen großen Traum erfüllt.

Der Auftritt von Alexa Feser ist einer von vielen in Binz. Erstmalig findet im Jahr 2017 der KulturSommer Binz statt. Auf dem Programm steht eine breitgefächerte Konzert-Reihe mit Künstlern aus nah und fern.

So geht Herbst 2016 auf der Insel Rügen – der erste Sturm

Erster Herbststurm Insel Rügen

Lesen eigentlich Strandkorbbesitzer auch Wetterberichte? Diese Frage haben sich viele gestellt, als sie die Einzelteile von Strandkörben am Strand vom Ostseebad Binz gesehen haben. Mit Windstärke 8 fegte der erste große Herbststurm über die Insel Rügen. Die Pegelstände gingen weit über einen Meter nach oben. Zu viel für manchen am Strand vergessenden Strandkörbe aber auch eine Strandbar musste vor den Wellen kapitulieren. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz um eine Vielzahl von Baumsperren zu beseitigen. Nun stehen Aufräumarbeiten auf dem Plan der Gemeinden. Zum Glück gab es nur materielle Schäden.

Hier noch einige Impressionen als Bild und Video:

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83 Prozent der Bürger lehnen Wohnturm auf Rügen ab

Am 4. September 2016 waren nicht nur Landtagswahlen in MV, sondern auch ein Bürgerentscheid im Ostseebad Binz. Fast 83 Prozent der Bürger lehnen den Bau eines Wohnturms in Prora auf Insel Rügen ab. Binzer Bürgermeister Karsten Schneider versicherte, dass die Gemeinde wie versprochen das Votum akzeptieren und keine weiteren Verkaufsverhandlungen mit dem Unternehmer durchführen werde.

Zahl der Stimmberechtigten: 4780
Zahl der Abstimmenden: 2898
Zahl der abgegebenen Stimmen: 2884
gültige Ja-Stimmen: 486
gültige Nein-Stimmen: 2398

Wohnturm Bücherturm Prora

Ist die Ferieninsel Rügen durch Bauboom bedroht?

„In diesem Jahr liegt der Fokus auf den einzigartigen Naturlandschaften der Insel” heißt es auf der Website der Tourismuszentrale Rügen GmbH. Wenn es nach Visionen so mancher Investoren ginge, können Einheimische und Gäste bald nur noch durch Betonlandschaften wandern. Die Ferieninsel Rügen ist auf dem besten Wege der Verschandelung. Weg vom typischen Reetdach-Häusern und hin zu Hotels und Eigentumswohnungen mit Wellnest-Oasen und Golfplätzen. Das gern benutze Argument „Schaffung von Arbeitsplätzen“ ist jedoch eher Wunschdenken. Saisonarbeiter bestimmen vielmehr das Bild hiesiger Gastronomie und Hotelgewerbe.

Immer wieder kommen sogenannte Investoren mit absurden Bauplänen auf die Insel. Es sollte jedem klar sein, dass ein Investoren in erster Linie nur Investiert um damit Gewinne zu machen und tun das nicht aus Nächstenliebe. Und wo das große Geld lauert, wird auf Natur keine Rücksicht genommen. Leider vergessen Investoren immer wieder die Tatsache, dass Urlauber wegen der bezaubernde Landschaft und der sauberen Luft auf die Insel kommen. Die Gäste wollen Ruhe, Beschaulichkeit und ursprüngliche Nähe zur Natur. Und die Gästezahlen sind auf Rügen nicht gerade wenig, was man in den Sommerferien an den vielen Staus auf der Insel auch nachvollziehen kann. Für viele Rüganer ist bereits jetzt das Maß der Dinge erreicht. Sie wollen kein zweites Sylt auf Rügen, keine Betonlandschaften und schon gar keine Hochhäuser.

Hier mal einige Beispiele was derzeit auf der Insel Rügen so passiert.

Ehemalige Küstenfunkstelle Rügen Radio

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Wohnturm Prora – Wahrzeichen oder Wachturm ohne Flakgeschütze?

Das Vorhaben, in Prora ein Wohnturm mit 104 Meter Höhe hinter der ehemalige KdF-Anlage zu bauen, stößt bei Einwohnern auf geteilte Meinung. Ein Turm der größer ist, als der Bahn-Tower am Potsdamer Platz in Berlin. Der Wohnturm wäre auch 20 Meter höher der Aussichtsturm des Baumwipfelpfades vom Naturerbzentrum. Die Mehrheit betrachtet das Projekt sehr skeptisch und es hagelt Kritiken in den sozialen Netzwerken. Während Befürworter von einem „Wahrzeichen“, ein Zentrum für junge Familien, eine Umwertung des durch die Nazibauten geprägten Ortes und Schaffung von Arbeitsplätzen sprechen, gibt es auf der anderen Seite harsche Kritik. Und weil an diesem Ort eben keine romantische Idylle mit Reetdachbauten existiert, wäre es eine Möglichkeit die Hinterlassenschaften der Nazi-Zeit aufzuhübschen. Man wolle dem Ort ein Gesicht geben, so Investor Breue. Das Streben in die Höhe zu bauen ist auch Ausdruck des Immobilienmarktes auf Rügen. Die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen bewegen zwischen 3600 bis 8000 Euro – das ist Münchner Niveau.

Bedingt durch die Vorgeschichte von Prora wird das Vorhaben mit einem Wachturm ohne Flakgeschütze verglichen. Prora braucht kein neues Wahrzeichen, Prora selbst ist schon das Wahrzeichen. Ebenso könnte dieses Vorhaben der Einstieg für einen unaufhaltsamen Bauboom auf der Insel Rügen bedeuten. In sozialen Netzwerken hagelt es Kritik gegen diese Vorhaben. „nicht meine Heimat kaputt machen“, „absolute Schwachsinn“, „Hochhäuser gehören da nicht hin“, „Furchtbare Vorstellung“, „der Anfang vom Ende für Rügen“ um nur ganz wenige Beispiele zu nennen. Klar ist auch, dass der Tourismus auf der Insel Rügen von der wunderschönen Landschaft lebt, nicht von Hochhäusern. Hohe Bauten bedeuteten übrigens auch einen Einschnitt in die Naturkulisse. Naturnähe sieht anders aus.

Am 12. Januar 2016 gab es zu diesem Vorhaben in Binz eine Infoveranstaltung die von rund 300 Einwohnen besucht wurde. Das Hochhaus soll 500 Meter von der Ostsee entfernt auf dem Gelände einer ehemaligen Schule entstehen. Plänen der Architekten zufolge soll der Wohnturm an aufgestapelte Bücher erinnern, was bereits im November vorgestellt wurde. Investor Jürgen Breuer bietet der Gemeinde eigenen Angaben zufolge 3,5 Millionen Euro für das 13.000 Quadratmeter große Grundstück. Ob das Vorhaben umgesetzt wird und eine Baugenehmigung erhält, ist derzeit noch unklar. Noch ist der Plan nicht genehmigt. Architektenkammer und Landestourismusverband sehen das Vorhaben ebenfalls eher skeptisch. „Es gibt keinen Grund, an der Küste ein hundert Meter hohes Hochhaus zu errichten“, sagt Verbandspräsident Joachim Brenncke. Investor Breue wolle das Vorhaben fallen lassen, wenn von der Gemeinde keine Unterstützung zu erwarten ist.

Inzwischen wurde dazu auch eine Petition gegründet:
Link zur Petition Gemeinde Binz nein zum Wohnturm in Prora

Wohnturm Bücherturm Prora

Steinstrand zwischen Binz und Sellin

Zwischen dem Ostseebad Binz und dem Ostseebad Sellin gibt es einen etwa 6km langen Steinstrand, der teilweise durch einen Sandstrand unterbrochen ist. Wer hier wandern möchte sollte auf entsprechendes Schuhwerk achten. Mal eben nicht aufgepasst und ganz schnell mit dem Fuß umgeknickt. Auf alle Fälle für Freunde von Natur der perfekte Ort für ruhige Stunden und bietet so manche interessante Fotomotive.

Steinstrand zwischen Binz und Sellin