Wie weiter mit dem Seesteg in Sassnitz?

Die rund 105 Meter lange Aussichtsplattform in Sassnitz wird aktuell nur von Vögeln intensiv benutzt. Wegen akuten Baufälligkeiten musste sie im September 2016 gesperrt werden. Doch wie soll es nun mit ihr weiter gehen?

Norbert Thomas (CDU) hatte vorgeschlagen die Bürger von Sassnitz darüber entscheiden zu lassen wie es mit dem Seesteg weiter geht. Doch braucht Sassnitz wirklich diese Aussichtsplattform und kann sie sich die hohen Ausgaben für eine mögliche Sanierung überhaupt leisten? Ist der Vorschlag von Herrn Thomas auch nur Wahltaktik?

Tatsache ist, ein Neubau würde 730.000 Euro kosten. Ein Abriss hingegen 385.000 Euro. Die Kosten für den Neubau sind eine Menge Geld was Sassnitz nun nicht wirklich hat. Hinzu kommt, dass mit einem Neubau auch Folgekosten entstehen – Pflege und Wartung der neuen Aussichtsplattform. Sassnitz hat viele offene Baustellen oder Projekte die aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt oder nur verzögert umgesetzt werden können.

Es ist auch eine Tatsache, dass diese Aussichtsplattform nur für Besucher gedacht ist. Ursprünglich sollten hier mal Ausflugsschiffe ablegen, doch wegen der geringen Wassertiefe am Brückenkopf ist das nicht möglich. Letztlich wurde also diese Plattform nur für schöne Fotos benutzt.