Seenotretter im Dauereinsatz

Das hier gezeigte Foto zeigt die riesige Gewitterzelle, die am letzten Sonntag über die Insel Hiddensee und Teile der Insel Rügen zog. Extreme Sturmböen begleitet mit Hagel haben so manche Segelyacht durchgeschüttelt und mussten gerettet werden. Bei Neuenkirchen flogen größere Äste von den Bäumen auf die Straße. Die Sicht nach Hiddensee war schlagartig auf wenige hundert Meter begrenzt.

Von den Seenotrettern heißt es:
Allein sieben Mal wurde das Seenotrettungsboot NAUSIKAA der Station Vitte/Hiddensee alarmiert – sechs Mal innerhalb der zwei Stunden zwischen 17 und 19 Uhr, als so starke Gewitterböen mit Regen und Hagel über die Insel zogen, dass praktisch keine Sicht herrschte. Unter anderem geriet das Fahrgastschiff „Hansestadt Stralsund“ mit 84 Personen an Bord an der schmalsten Stelle des Hiddenseefahrwassers fest. Eine Sturmbö hatte es um etwa 50 Meter aus dem Fahrwasser versetzt. „Etwa fünf Minuten später und das Schiff hätte sich im tiefen Wasser befunden, wo die starken Böen kein Problem gewesen wären!“ sagte einer der Seenotretter. Das Schiff konnte ohne Probleme freigeschleppt werden.

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open ship day bei den Seenotretter in Sassnitz

Feuer auf einem Schiff im Stadthafen Sassnitz. 3 Personen treiben im Wasser. Der Seenotrettungskreuzer „Harro Koebke“ lässt das Tochterboot „Notarius” in Sekundenschnelle zu Wasser. Die Personen sind geborgen. Mit einer ferngelenkten Feuerlöscheinrichtung wird der Brand auf dem Schiff gelöscht.

Keine Sorge, es war eine SAR-Übung zum „open ship day“ der Seenotretter. Groß und Klein konnten sich heute den Seenotrettungskreuzer mal ganz aus der Nähe betrachten. Und so mancher kleiner Kapitän durfte auch mal auf dem Kapitänsstuhl platz nehmen. Zu besichtigen gab es verschiedene Stationen. Schlange stehen jedoch beim Tochterboot „Notarius”. Das 2x250PS leistungsstarke, 32 knoten schnelle und mit Wasserstrahlantrieb ausgerüstete Rettungsboot hatte bei den Besuchern hohen Zulauf. Seenotretter Robert Meyer, der Maschinist erlernt hat, erklärt den Besuchern die technischen Details und die Abläufe einer Rettung mit diesem Boot was übrigens in 2 bis 3 Minuten einsatzbereit ist.

Gegen 16:15 Uhr folgte eine Simulationsübung (SAR-Übung). Mit lautem Signalhorn wurde die Übung eingeleitet. Feuer auf dem Schlepper „Fairplay-25”. Starker Rauch breitet sich aus. 3 Personen befinden sich mit Schwimmanzügen und Signalfeuer im Wasser. Nur wenige Sekunden nach der Alarmirrung ist das Tochterboot „Notarius” im Wasser um die Personen an Bord zu ziehen. Mittels einer speziellen Vorrichtung werden die Personen einzeln an Bord gezogen bzw. mehr oder weniger gerollt. Alle Personen wurden sicher geborgen, nun folgte die Löschung des Brandes auf dem Schlepper. Mit einer ferngelenkten Feuerlöscheinrichtung, mit beachtlicher Reichweite von 100m, wurde schließlich der Brand gelöscht. Zum Abschluss der Übung noch ein Einsatz mit Rettungshubschrauber „Offshore 2” vom Flugplatz Güttin. Hierzu wurde eine Person mittels Seilwinde auf der „Harro Koebke” abgesetzt und später wieder vom Schiff der Seenotretter abgeholt.

Gut, dass es die Seenotretter gibt!

open ship day bei den Seenotretter in Sassnitz