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Kriminalfälle am Rande des Möglichen

Blutlachen und Maden auf Leichen sind genau sein Ding – die Rede ist von Dr. Mark Benecke der am 18. Juni gemeinsam mit seiner Frau im Ostseebad Baabe einen Vortrag hielt. Bekannt ist der Kriminalbiologe aus der TV Serie Medical Detectives oder Autopsie – Mysteriöse Todesfälle. Der Veranstaltungsraum der Kurverwaltung Baabe war bis auf den letzten Stuhl gut besucht. Mitarbeiter der Kurverwaltung mussten noch zusätzliche Stühle organisieren. Etwa 300 Besucher sind der Einladung gefolgt. Und obwohl die Veranstaltung erst um 20 Uhr los ging, war der Raum 30 Minuten vorher schon fast gefüllt. Nicht nur Fans besuchten die Veranstaltung, auch Polizeiangestellte, Kriminologen und echte Ermittler waren im Publikum. Vor der eigentlichen Veranstaltung hieß es jedoch erst einmal Schlange stehen für ein Autogramm oder ein Selfie, begleitet von Ramstein Musik die aus den Lautsprechern tönte (seine Musikrichtung liegt nicht bei Schlager). Der Vegetarier Mark Benecke promovierte an der Uni Köln im Institut für Rechtsmedizin und absolvierte fachspezifische Ausbildungen in der ganzen Welt (auch beim FBI) und lebte zudem auch eine Zeit in New York. Weiterhin ist er Vizepräsident der Transsilvanischen Dracula-Gesellschaft und politisch tätig in der Kleinpartei „Die Partei“.

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Demonstration zum Erhalt der Treppe am Königsstuhl

Bei strahlenden Sonnenschein eröffnete am Samstag den 26. Mai Herr Jörg Burwitz von der Lohmer Bürgerinitiative in Sassnitz die Demonstration zum Erhalt der Treppe am Königsstuhl, die 2016 durch einen Baum beschädigt wurde und seit dem gesperrt ist. Aufgerufen waren nicht nur Einheimische, sondern auch Gäste und Urlauber der Insel. In der Kritik steht der Abstieg zum Königsstuhl den es nicht mehr geben soll. Stattdessen plant man eine gigantische und teure Lösung einer Besucherplattform mit überteuerten Eintritt am Königsstuhl. Zum Erhalt der Treppe wurde auch eine Petition eingerichtet. Insgesamt sind ca. 4000 Unterschriften zusammen gekommen sind. Leider noch zu wenig so Jörg Burwitz auf der Demonstration, diese braucht mehr Stimmen. Kritisiert wurde auch, dass für schicke Promenaden in den Touristenhochburgen genug Geld vorhanden ist, für die Treppe offensichtlich nicht. Der Wandertourismus entlang der Kreideküste wird wegen der Treppe stark eingeschränkt, so die Befürchtungen der Bürgerinitiative. „Die Treppe, ein Theater in mehreren Akten” so bezeichnet der parteilose Steffen Ulrich die Gespräche mit der Landesregierung in Schwerin und wirft ihr Desinteresse vor.

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Pipeline Nordstream 3 schon in Planung

Nordstream 2 ist noch gar nicht fertig, da gibt Russlands führender Erdgasproduzent Gazprom schon Pläne für den Bau von Nordstream 3 bekannt. Statt der Baumaschinen sind die Anwälte im Einsatz, nachdem der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Klage gegen die Baugenehmigung eingereicht hat. Der Nabu befürchtet, dass Meeresgewässer und Vogelschutzgebiete durch den Bau der gut 1200 Kilometer langen Leitung „irreparable Schäden” erleiden werden. Doch das Verfahren wird den Bau wohl allenfalls verzögern, nicht aber verhindern. Die grundsätzlichen Entscheidungen scheinen gefallen, im Fährhafen Mukran liegen bereits seit Monaten die Rohre bereit. Bauherr Gazprom will mit den Arbeiten lieber heute als morgen beginnen. Laut Plan soll die gut 8 Milliarden Euro teure Pipeline, an der sich auch die OMV beteiligen will, Ende 2019 fertig werden. Just zu der Zeit endet auch der Transitvertrag zwischen Russland und der Ukraine.

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Problemkreuzung Sellin bekommt eine Ampel

Die Kreuzung B196 und Ruth-Bahls-Straße im Ostseebad Sellin ist seit Jahren eine Problemkreuzung. Sie ist Ein- und Ausfahrt für NETTO, ALDI, Kaufhaus Stolz, Tankstelle und Gäste vom Cliff Hotel. In den Ferienmonaten ist die Kreuzung tagsüber fast ständig zugestopft. Der Urlaubsverkehr ist einfach zu viel für diesen Kreuzungsbereich. Hinzu kommen die künstlichen Staus die durch den Rasenden Roland verursacht werden. Dadurch ist ein Einbiegen auf die B196 teilweise gar nicht so einfach. Wer zur Tankstelle möchte kommt nicht rein, und wer tanken war kommt nicht raus. Ein alltägliches Bild an dieser Kreuzung und mit dem Bau vom ALDI wurde der Kreuzung noch mehr zugesetzt.

Bereits 2015 wurde über das Problem gesprochen und 2016 wurde auf einer Sitzung sich für eine Ampelschaltung entschieden. Die Ampelschaltung könnte so zum Beispiel im Winter komplett ausgeschalten belieben. Ein Kreisverkehr ist aus Platzgründen und Steigung der Ruth-Bahls-Straße als nicht umsetzbar abgelehnt worden. Nun 2018 sollen Nägel mit Köpfen gemacht und die Ampelschaltung in die Tat umgesetzt werden. Hierzu wird es dann eine Umleitung über die Straße Siedlung am Wald geben. Die bisher ruhig Straße wird dann über einige Monate leider etwas lauter. Nach bisherigen Planungen könnte die Umsetzung im Juni beginnen die dann bis Oktober andauern könnte. Ob die neue Ampel-Lösung das Wundermittel für diese Kreuzung ist, bleibt allerdings abzuwarten.

Neubau von Strandtoiletten mit DLRG Rettungsturm

Im Ostseebad Binz, im Ortsteil Prora, entstehen aktuell 3 neue Strandtoiletten in Verbindung mit DLRG Rettungstürmen. Diese werden am Strandzugang 71, am Strandzugang 72 und am Strandzugang 76 errichtet. Als Vorbild diente das Gebäude an der Binzer Seebrücke, wo Toilette und Rettungsturm als Multifunktionsgebäude vereint wurde. In Zukunft werden die Strandtoiletten in Binz und Prora Einlasssperren haben. Der Zugang ist dann nur noch über eine gültige Kurkarte mit einem QR-Code möglich. Mittels Einwohnerkurkarte können Bewohner von Binz und Prora die Toiletten kostenlos benutzen. Alle anderen müssen sich eine Tageskurkarte für 2,85 EUR kaufen. Auch wer aus den Nachbarorten kommt, muss zahlen. Toiletten für jedermann soll es dann nicht mehr geben. Die Kosten für ein Gebäude würde etwa so viel kosten wie das Multifunktionsgebäude am Seebrückenvorplatz – etwa 1,3 Millionen Euro.

Rettet die Treppe am Königsstuhl

Mehr als 200 Jahre gehörte die Treppe zum Besuch des Kreidefelsens dazu. Jetzt soll das Wahrzeichen abgebaut werden. 2016 wurde die Treppe am Königsstuhl durch einen Baum stark beschädigt. Nach Prüfung des Umweltministeriums kam man zum Endschluss, dass die Treppe komplett abgebaut werden soll. Es gab Sicherheitsbedenken, weil das Kreidefelsmassiv beim Königsstuhl hohe Instabilitäten aufweist und somit eine Gefahr für Besucher darstellt. Das Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft ist gegen eine Reparatur der Treppe. Es sei ein erheblicher Reparaturaufwand die etwa 500 Meter langen Treppe zu sanieren, denn Teile der Treppe verlaufen in einem stetig rutschenden Hangbereich. Messungen des Geologischen Dienstes des Landes zeigen eine sehr hohe Abbruchneigung aus. Doch die Bürger der Insel Rügen wollen sich mit dieser Aussage nicht anfreunden.

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Stadt Sassnitz stellt sich quer bei Exhumierung

Zwangsadoption, also der staatliche Eingriff in das Familienleben, war in der DDR keine Seltenheit. Zahlreiche Fälle sind bekannt, wo Kinder als Tod erklärt wurden oder von heute auf morgen einfach verschwanden. Bei einzelnen Fällen wurden Kinder schon bei der Geburt als Tod erklärt – Kindstod. Mütter haben nie die Leiche, das Grab oder auch nur den Totenschein gesehen. Die Gründe für den Menschenraub waren vielfältig. Angefangen von unliebsamen Personen bis hin zu politischen Gründen.

Ein Fall führt in die Stadt Sassnitz. Christa Steenvoorden geht zum Grab ihre Tochter auf den Friedhof in Sassnitz. Sie ist sicher, dass ihre Tochter noch lebt. Sie glaubt bis heute nicht, dass ihre Tochter damals gestorben ist. Nein, sie ist fest davon überzeugt, dass ihre Tochter bei einer anderen Familie lebt. „Es ist Menschenraub” so Frau Steenvoorden. Es ist Dezember 1977 auf Insel Rügen, Juliane Kube ist 3 1/2 Jahre alt und bei ihren Großeltern, als sie angeblich in der Badewanne ertrinkt. Frau Steenvoorden ist an diesem Tag auf einer Schulung. Das Kind wurde mittels Krankenwagen abgeholt und sei für Tot erklärt worden. Den Leichnam ihrer Tochter bekommt die Mutter nie zu sehen. Ihr wurde sogar verweigert sich von ihrer Tochter zu verabschieden, was die Mutter sehr merkwürdig fand. Vor 2 Jahren dann ein anonymer Anruf mit der Mitteilung, dass ihre Tochter lebt und sie solle nie aufhören ihre Tochter zu suchen. Nun sucht sie nach Zeugen und Dokumenten aus DDR-Zeiten. In Unterlagen stimmten Geburtsdaten nicht. Unterschriften wurden gefälscht. Die Staatsanwaltschaft Rostock teilte im Jahr 2016 mit, dass nirgendwo eine Akte zum Todesfall ihres Kindes bekannt sei. Im Jahr 2016 taucht dann doch plötzlich ein Totenschein auf, allerdings mit falschem Geburtsdatum. Liegt die Antwort nun im Grab auf dem Friedhof in Sassnitz? 2016 führte die Uni Greifswald eine Georadarmessung durch. Hier wurde jedoch kein Sarg gefunden. Der endgültige Beweis sollte eine Exhumierung liefern. Das Gericht in Greifswald stimmte einer Exhumierung zu, doch die Stadt Sassnitz stellt sich quer.

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Funkende Wasserzähler als Elektrosmog-Schleuder?

Bis zum Jahr 2022 soll es in allen Haushalten auf Insel Rügen und Hiddensee nur noch funkende Wasseruhren geben, so das Ziel vom Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR). Seit zwei Jahren baut der ZWAR Ultraschall- Wasserzähler mit Funkübertragung ein. Da es keinen mechanischen Verschleiß gibt, kann die Eichzeit verlängert werden, das heißt der Zähler braucht nicht alle sechs Jahre gewechselt werden. Zum Einsatz kommen die Wasserzähler vom Typ MULTICAL® 21 der Firma Kamstrup. Vorteil dieser neuen Wasserzähler, zum Ablesen muss der Ablesedienst nicht mehr die Wohnung oder das Haus betreten, denn die Wasserzähler funken selbstständig ihre Daten auf die Straße. Der Ablesedienst braucht also nur am Haus vorbei zu fahren. Die eingebaute Batterie soll laut Hersteller bis zu 16 Jahre halten. Allerdings sind Datenschützer und besorgte Bürger bezüglich Elektrosmog sind von den funkenden Wasseruhren gar nicht begeistert.

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Eisente – SEEVOGEL DES JAHRES 2017

Die Eisente (Clangula hyemalis) ist der Seevogel des Jahres 2017. Der farbenfrohe Meeresvogel ist ein Wintergast aus dem Norden und rastet jedes Jahr in großen Trupps vor allem in der Ostsee. Die einst häufige Tauchente wird jedoch seit einigen Jahren immer seltener, teilte der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur am Freitag in Ahrensburg mit.

„Die Eisente wurde als Seevogel des Jahres 2017 gewählt wegen der erschreckenden Erkenntnis, dass die noch vor kurzem weltweit häufigste Meeresente heute dramatische Bestandseinbrüche aufweist“, sagte der Vereinsvorsitzende Eckart Schrey. Dies gelte insbesondere für die hierzulande überwinternde Population aus Nordosteuropa und Westsibirien.

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Fliesen-Wandbild in Prora gesichert

Ein sogenanntes Gutachten hatte im Vorfeld bescheinigt, dass es zerfällt, sobald es angefasst wird. Die Rede ist vom Fliesen-Wandbild „Wehrbereitschaft der Jugend“, welches der Künstler Klaus Rößler für die Oberschule „Egon Schulz“ in Prora schuf und Szenen aus dem DDR-Alltag zeigt. Tatkräftige Männer und eine Frau konnten das ca. 3,20 Meter Breite und 2,50 Meter Hohe Wandbild mit seinen 320 Fliesen mit Trennschleifer und Fingerspitzengefühl erfolgreich und ohne Zerfall retten. Wer auch immer das Gutachten erstellte, lag wohl komplett falsch in seiner Beurteilung. Was Denkmalschutz als minderwertig eingeschätzt hatten, ist ein Teil DDR Geschichte was erfolgreich durch privater Initiative vor dem Verfall gesichert wurde. Wo das Wandbild in Zukunft seinen neuen Platz findet, ist noch nicht geklärt.