Die Feuersteinfelder zwischen Mukran und Prora auf Insel Rügen

Die Feuersteinfelder bei Mukran auf Insel Rügen sind einzigartig an der deutschen Ostseeküste. Sie bilden den Kern des 199 ha großen Naturschutzgebietes auf der Schmalen Heide, dass in Teilen bereits 1935 unter Schutz gestellt wurde. Vor etwa 4000 Jahren, als der Meeresspiegel den der heutigen Ostsee etwas überstieg, wurde durch Hochwasser bis zu 2 Meter mächtige Geröllwälle auf bestehende kiesige und sandige Strandwälle geworfen. Insgesamt 17 Geröllwälle bilden heute ein etwa 2500 Meter langes und 300 Meter breites Strandwallsystem, dass sich bis maximal 4 Meter über NN erhebt. Die Gerölle, die aus dem Vorstrandbereich stammen, bestehen zu 90% aus Feuerstein. Westlich schließt sich an die Feuersteinfelder eine vermoorte Seesandebene, die Blomer Weide, an. 1995 wurde auch die Küstendüne vor Mukran als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Das Feuersteinfeld bei Mukran auf Insel Rügen

Zum bemerkenswerten Inventar des Schutzgebietes gehört Mischwald mit alten Kiefern, Sziel-Eichen und Berg-Ahorn. Auf den Feuersteinfeldern stocken Wacholdergebüsche, Hundsrose, Heidekraut, Heidelbeere, Krähenbeere und Vogelbeere. In den kalkreichen Sümpfen kommen u.a. Sumpf-Läuserkraut, Natternzungen, Fleichfarbenes und geflecktes Knabenkraut, Sumpf-Sitter und Sumpf-Granzkraut vor.

Das Gebiet ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Naturschutzgebiet ist es untersagt: Kraftfahrzeuge zu benutzen, Hunde frei laufen zu lassen, zu zelten und Feuer anzuzünden, vom ausgeschilderten Wanderwegen abzuweichen, zu lärmen und Pflanzen zu entnehmen.

Die Anfahrt erfolgt über die Landstraße Mukran – Binz. Hier ist westlich der Straße ein gebührenpflichtiger Parkplatz zu finden. Von hier muss man dann den Weg zu Fuß fortsetzen – der Weg ist dabei gut ausgeschildert. Bis zu den nördlichen Steinfeldern wandert man etwa 3 km.

Koordinaten: N 54.470322 , E 13.559736

Glaskugelbild - Das Feuersteinfeld bei Mukran auf Insel Rügen

Moorgebiete bei den Feuersteinfeldern bei Mukran

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