Leuchttürme Insel Rügen: Molenfeuer Sassnitz (Steuerbord)

Der achteckige und etwa 15 Meter hohe Turm an der Ostmole der Hafenstadt Sassnitz ist das Urlaubsmotiv schlechthin. Eigentlich ist es ja überhaupt kein Leuchtturm wie so oft beschrieben, sondern ein Molenfeuer. Im Jahre 1903 wurde der Turm am Molenkopf erreichtet und hat heute eine Sichtbarkeit von etwa 12 Seemeilen – etwa 22km. Im Jahre 1976 wurde das Molenfeuer für Fernsteuerung umgebaut. In den Jahren 1978 und 1979 herrschten starke Winterwetter, wodurch der Turm stark beschädigt wurde. Es wurde vorerst ein provisorisches Feuer aufgebaut. Nach einer gründlichen Sanierung (damals etwa 80.000 DM) nahm der Turm im September 1993 wieder sein Betrieb auf. Heute steht das Sassnitzer Molenfeuer auf der längsten Außenmole Europas und zählt zu den beliebtesten Fotomotiven, besonders im Winter wenn der Turm mit Schnee und Eis bedeckt wird. Das Molenfeuer ist nicht begehbar und im Winter kann es auch zu generellen Sperrungen der Mole kommen. Übrigens, am 13. Mai 1975 erschien die Serie „Leucht-, Leit- und Molenfeuer an der Küste der DDR“ auf Briefmarken. Auf der 20 Pfennig Briefmarke war das Molenfeuer Sassnitz noch als rot/weißer Turm vertreten.

Sassnitzer Mole ist die längste Außenmole Europas
Voriger Beitrag Nächster Beitrag