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Leserbrief: Stopp der Entsorgung und Umdeutung der Geschichte

Ein Beitrag von Dr. Stefan Wolter – Initiative Denk-MAL-Prora, ehemaliger Bausoldat und Historiker:

Wie bekannt wurde, ist Ende Mai in Prora, Block IV, das 2012 unter Denkmalschutz gestellte KDL-Wachgebäude fast vollständig entkernt und zerstört worden. Es war das nunmehr letzte Gebäude des einstigen Militärstandortes Prora, das über eine weithin intakte Ausstattung aus DDR-Zeiten verfügte. Damit setzt sich fort, was in Prora offenbar System hat. Erstmals jedoch wurde gestern Strafanzeige gegen die Zerstörung der baulichen Spuren der DDR-Geschichte gestellt. Den Fall bearbeitet das Kriminalkommissariat Stralsund.

Block IV beherbergte nach dem Abzug des Panzerregiments 8 im Jahr 1964 (mit Dutzenden Panzern im Bestand, die zum Teil zur Absicherung des Mauerbaus in Berlin zum Einsatz kamen) Teile des MSR 29, ehe nach einem Umbau 1981 die berüchtigte Offiziershochschule für ausländische Kader eröffnete. Dort wurden Rekruten für befreundete Armeen, insbesondere den sozialistischen Befreiungsbewegungen, ausgebildet.

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Besuch in der „KdF-Seebad Rügen“ geplanten Empfangshalle

Der Dokumentationszentrum Prora e.V. lud heute zum Internationalen Museumstag zu einem kostenlosen Rundgang in die für das „KdF-Seebad Rügen“ geplante Empfangshalle ein. Doch bevor es in die heilige Halle ging, die von der NVA als Sporthalle benutzt wurde, hieß es erst mal Platz nehmen im Seminarraum. Da zahlreiche Besucher der Einladung folgten, füllte sich der Raum bis auf den letzten Stuhl. Einige der anwesenden Besucher hatten ihre Dienstzeit in Prora verbracht und schwelten in Erinnerungen. Christian Michael Schmidt, ehemals Bausoldat in der NVA und in Mukran eingesetzt, erklärte die Geschichte zum Bau der Anlage „KdF-Seebades Rügen”, den Visionen und Vorstellungen und woher der Name Prora eigentlich stammt. Der Name Prora stammt von einer bewaldeten Hügelkette.

Nach etwa 45 Minuten Vortrag ging es dann zum Besuch der geplanten Festhalle. Beschriftungen an der Wand und Markierungen auf dem Fußboden lassen bereits erahnen, dass hier zuletzt eine Sporthalle war. Heute ist die gigantische Halle in einem absoluten maroden Zustand und für Besucher gesperrt. Feuchtigkeit lässt den Boden anheben, Putz bröckelt von der Wand und Teile vom Dach fallen herunter. Wir hätten gern ein aktuelles Foto vom derzeitigen Zustand der Halle als Dokumentation der Zeitgeschichte gezeigt, aber der Eigentümer vom Block 3 hat das fotografieren dieser Halle untersagt. Geplant ist hier ein Sport- und Freizeitzentrum.

Wie weiter mit dem Seesteg in Sassnitz?

Die rund 105 Meter lange Aussichtsplattform in Sassnitz wird aktuell nur von Vögeln intensiv benutzt. Wegen akuten Baufälligkeiten musste sie im September 2016 gesperrt werden. Doch wie soll es nun mit ihr weiter gehen?

Norbert Thomas (CDU) hatte vorgeschlagen die Bürger von Sassnitz darüber entscheiden zu lassen wie es mit dem Seesteg weiter geht. Doch braucht Sassnitz wirklich diese Aussichtsplattform und kann sie sich die hohen Ausgaben für eine mögliche Sanierung überhaupt leisten? Ist der Vorschlag von Herrn Thomas auch nur Wahltaktik?

Tatsache ist, ein Neubau würde 730.000 Euro kosten. Ein Abriss hingegen 385.000 Euro. Die Kosten für den Neubau sind eine Menge Geld was Sassnitz nun nicht wirklich hat. Hinzu kommt, dass mit einem Neubau auch Folgekosten entstehen – Pflege und Wartung der neuen Aussichtsplattform. Sassnitz hat viele offene Baustellen oder Projekte die aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt oder nur verzögert umgesetzt werden können.

Es ist auch eine Tatsache, dass diese Aussichtsplattform nur für Besucher gedacht ist. Ursprünglich sollten hier mal Ausflugsschiffe ablegen, doch wegen der geringen Wassertiefe am Brückenkopf ist das nicht möglich. Letztlich wurde also diese Plattform nur für schöne Fotos benutzt.

Erhaltung der Bäderarchitektur auf der Wilhelmstraße in Sellin

Erhaltung der Bäderarchitektur auf der Wilhelmstraße in Sellin

Keine Frage, die Bäderarchitektur auf der Wilhelmstraße im Ostseebad Sellin ist das Aushängeschild des Ostseebades. Und dies soll auch in Zukunft so bleiben. Durch Abriss und Neubau droht jedoch diese Bäderarchitektur zu verschwinden. Bürgermeister Reinhard Liedtke möchte hier einen Riegel davor schieben und so erarbeiten die Gemeindevertreter an bestimmte Klauseln für den Bebauungsplan.

Insgesamt seien es über 70 Punkte für die Gestaltungsvorschriften. Angefangen von der Farbgestaltung, über Dachformen bis hin zu Grünanlagen. Durch Besitzerwechsel oder Nutzungswechsel verschwinden immer mehr familiengeführte Hotels und Pensionen und werden durch „gesichtslose” Eigentumswohnungen oder Appartementhäuser ersetzt. Hotel „Xenia” und Pension „Tatjana” sei hier als Beispiel genannt. Die Gestaltung der Gebäude soll sich an historische Gebäude orientieren. Es seien auch nur noch Weißtöne bei der Fassadenfarbe zulässig. Hinzukommt kommen die Auflagen, dass etwa Parkplätze auf dem eigenem Grundstück zu erreichten sind. Der historische Charakter der vor 100 Jahren erschaffenen Wilhelmstraße soll erhalten bleiben.

Volles Haus bei Karls Erlebnis-Dorf Zirkow

Auf dem Parkplatz vom Karls Erlebnis-Dorf in Zirkow mussten Besucher am 8. April 2017 wirklich schnell sein um eine Parklücke zu bekommen. Kein Wunder, denn nach dem sechsmonatigem Umbau wollten viele das neue Karls Erlebnis-Dorf in Zirkow sehen.

Mehr Platz, mehr Attraktionen, mehr Karls, schreibt das Unternehmen auf ihrer Website. Der Bauernmarkt bekam ein überarbeitetes Konzept. Über eine Million Euro flossen in die Neugestaltung. Zu den vielen Neuerungen zählen neue Details am Boden oder an der Decke, Popcorn-Stand, Kinderstühle bemalen oder Handy-Hüllen mit eigenen Fotos versehen, umgestaltetes Tobeland samt eigenem Kino, extra großem Bereich für ausgiebige Geburtstagsfeiern, eine Seifen-Küche, maritime Ecke mit regionalen Produkten rund um das Meer, bequemen Sessel des neuen Lounge-Bereiches, Büffet-Stationen für ein ausgiebiges Frühstück und vieles mehr.

Trauerspiel Kleinbahnhof im Ostseebad Baabe

Vor einem Jahr wurde damit begonnen, dass alte Gebäude vom Kleinbahnhof Baabe abzureißen. Gerüchten zufolge soll der Bahnhof neu aufgebaut werden. Er soll ein Fahrkartenschalter sowie öffentliche Toiletten erhalten. Im Obergeschoss sind zwei Wohnungen für Einwohner geplant (keine Ferienwohnungen).

Doch dann wurde offensichtlich zu viel vom denkmalgeschützten Gebäudekomplex abgerissenen. Große Teile der Mauer sollten gar nicht abgerissen werden. Zwischen der Baufirma und der Rügensche Bäderbahn (Eigentümer des Gebäudes) kam es darauf zum Streit. Seit dem wurde nie wieder ein Bauarbeiter gesehen – die Bauarbeiten wurden eingestellt. Bis Heute April 2017 kann man nun eine trostlose Baustelle am Kleinbahnhof Baabe bewundern. Wie es nun mit dem Gebäude weitergeht ist noch unklar.

Ostsee Zeitung vom 9. August 1954

Eine alte Ostsee Zeitung vom 9. August 1954 erreichte uns die Tage per Post aus einer Stadt in der Oberlausitz. Vermutlich wurde damals schon die Ostsee Zeitung deutschlandweit gelesen. Damals war die Zeitung noch der Bezirksleitung Rostock der SED unterstellt. Sie war wohl nicht so umfangreich wie heute, denn die Zeitung bestand nur aus 4 Seiten und kostete nur 15 Pfennig. Neben Beiträgen über die damalige Sowjetregierung und der Zusammenarbeit mit der DDR, über Hamburger die ihre Kampfentschlossenheit gegen die Unterdrückung und Ausbeutung durch den Adenauerstaat beweisen, über die Kampfmonate der Neptumwerft in Rostock und deren guten Erfolge, über Beweise über USA-Atomverbrechen in Japan, bis hin zu lokalen Beiträgen wie z.B. über einen defekten Mähdrescher der Genossenschaftsbauern der LPG „Befreites Land“ in Serams. Aber auch Anzeigen waren schon Bestandteile des Blattes. So wurde in Sellin eine Praktika mit Zeiß Biotar mittels Polizei und 100,- DM Belohnung gesucht. Es macht schon Spaß in alten Zeitungen zu lesen.

Statistik Übernachtungen Ostseebad Sellin 2016

Übernachtungen Ostseebad Sellin 2016

Neue statistische Zahlen gibt es von der Kurzverwaltung des Ostseebades Sellin. 2016 wurde die magische Übernachtungszahl von 1 Mio überschritten. Allein mit 542.729 Übernachtungen lag der größte Teil bei Ferienwohnungen und Ferienhäuser. Insgesamt konnte das Ostseebad Sellin mit 1.039.536 Übernachtungen punkten. Mit 127.728 Übernachtungen kamen meisten Personen aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen – kurz gefolgt mit 118.948 Übernachtungen aus dem Bundesland Sachen. Die meisten ausländischen Gäste kamen aus der Schweiz und hierzu konnten 7.151 Übernachtungen verbucht werden. Insgesamt besuchten 37 Nationen das Ostseebad Sellin. Die Entwicklung der Übernachtungen zeigt, dass die Zahlen nach oben gehen. 1997 waren es 353.132 Übernachtungen und 2006 waren es bereits 740.322 Übernachtungen.

Ein Vergleich nach Monaten

Monat........2015........2016...Änderung in %
JANUAR......22.506.....23.295...+3,5
FEBRUAR.....24.991.....28.121...+12,52
MÄRZ........34.916.....56.460...+61,7
APRIL.......55.431.....42.526...-23,28
MAI.........84.607.....95.972...+13,43
JUNI.......110.249....120.851...+9,61
JULI.......192.468....204.421...+6,21
AUGUST.....209.028....202.088...-3,3
SEPTEMBER..107.437....118.240...+10,05
OKTOBER.....78.075.....91.630...+17,36
NOVEMBER....23.399.....24.876...+6,31
DEZEMBER....31.208.....31.056...-0,48
Gesamt.....974.315..1.039.536...+6,69

Zufahrt zur Waldhalle in Sassnitz bald gesperrt?

Wanderkarte zur Waldhalle

Der Umbau vom Welterbeforum nimmt langsam Gestalt an. Nach Monaten Stillstand geht es auf der Baustelle wieder zügig voran. Doch nun ist eine neue Diskussion über die Zufahrt zur Waldhalle entbrannt. Die mit völlig marode und mit Kopfsteinpflaster belegte Fahrbahn soll ab 1. März diesen Jahres für den ordentlichen Verkehr gesperrt werden. Ist die Zufahrt gesperrt, müssten Besucher mehrere Kilometer zu Fuß laufen. Andere Alternative wäre hier ein Shuttle-Verkehr einzuführen. Ein Parkplatz ist aus Platzgründen auch nicht vorgesehen – jedenfalls bis jetzt nicht. Weiter geht es auch wer in Zukunft über die Zufahrt entscheiden soll. Wird die Zufahrt als Waldweg ausgewiesen, dann ist das Nationalamt für den Unterhalt verantwortlich.