Blog post

Steinmännchen – geliebt und gehasst

Steinmännchen, aufeinander gestapelte Steine in Form kleiner Hügel oder Türmchen die an vielen Stellen der Insel Rügen zu sehen sind. In Skandinavien sind zum Beispiel Steinmännchen verbunden mit dem Glauben an boshafte Trolle. Was für Urlauber ein beliebtes Ritual am Strand ist und als Fotomotiv benutzt wird, findet bei Einheimischen und Umweltschützer nur wenig Begeisterung. Das Steinestapeln war ursprünglich ein lebenswichtiger Sinn. In unzugänglichen Regionen diente es als Orientierungspunkte und Wegmarkierungen, da mehrere Steine übereinander gestapelt in der Natur kaum vorkommen. Schilder oder Wegweiser waren nicht nötig.

Steinmännchen schadet der Flora und Fauna. Umweltschützer bezeichnen dies als unsinnige Tätigkeit. Biologen weisen darauf hin, dass größere Steinbewegungen die Ökosysteme schädigen können. Steine schützen auch Pflanzen vor Sonnenlicht und bieten Schutz für Insekten. Fehlen die Steine, dann wird der Lebensraum von Pflanzen, Insekten oder größeren Tieren massiv gestört. Ein weiterer Punkt hat einen ästhetische Aspekt. Von unberührter Natur kann nicht mehr die Rede sein, denn die Steinmännchen signalisieren das Menschen die Natur bereits verändert haben.

Am Ende bleiben vielen Fragen. Wird in diesem Fall Naturschutz nicht übertrieben? Schaden Steinmännchen wirklich so extrem der Flora und Fauna? Wird nicht durch Wind, Wetter oder einfach nur Hochwasser an den Stränden die Natur schon allein geregelt?

Post a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Voriger Beitrag Nächster Beitrag