Der Sturmsignalmast vom Nordperd Göhren

Das marine Signalwesen auf Mönchgut hat eine lange Tradition: „Bereits am 19.8.1879 wurde zu Göhren auf dem Gelände des Bauern Koos und Pisch ein Eissignal errichtet, um durch ein betreffendes Signal anzuzeigen, dass das Landtief (Fahrrinne im Greifswalder Bodden) wegen Eisbildung gesperrt sei. 1888 wurde daselbst ein Sturmwarnsignal erbaut. Fische E. Brandt in Göhren übernahm die Bedienung des Sturmwarnungs- und Eissignal für jährlich 150 M. und die Führung des Tagebuches der deutschen Seewarte daselbst. Der Mast war 20 m hoch, in 13 m Höhe über der Erde befand sich eine 8 m lange Rahe.”
Willy Dumrath: “Ortsgeschichte von Göhren”, Teil II, Kapitel 5

In den 1930er Jahren wurde der Holzmast durch einen Stahlmast ersetzt, der später auch mit elektrischen Signalen genutzt wurde. Im Jahr 1976 ging er außer Betrieb. Der Signalmast steht als technisches Denkmal seit 15.12.1997 auf der Denkmalliste des Landkreises Rügen.

Sturmsignalmast Göhren

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