Geschichte: Erde-Mond-Erde in Göhren entdeckt

Erde-Mond-Erde – was für Zeug? Erde-Mond-Erde oder auch EME ist eine Bezeichnung für eine Funkverbindung zwischen zwei Punkten auf der Erde mit Hilfe des Mondes. Ähnlich wie Licht verhalten sich auch Funkwellen – sie können auf Oberflächen reflektieren. Diese Eigenschaften nutzen bis heute noch Funkamateure um über den Mond weite Strecken überbrücken zu können. Das US Militär hatte diese Technik unter dem „Project Diana” entwickelt. So soll das erste Echo über den Mond durch John Hibbett DeWitt am 10. Januar 1946 gelungen sein. John Hibbett DeWitt war Elektroingenieur. Er bewies die Durchlässigkeit der Ionosphäre für bestimmte Funkwellen. In der heutigen Literatur ist die Aussage weit verbreitet, dass John Hibbett DeWitt das erste Echo über den Mond empfangen hat.

Doch was hat das ganze mit dem heutigen Ostseebad Göhren zu tun?

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Kommentar: Was hat Bundeswehr und das Ostseebad Göhren gemeinsam?

Defkter Hanglift im Ostseebad Göhren

Was hat die Bundeswehr und das Ostseebad Göhren gemeinsam?

Antwort: Technik die immer wieder ausfällt!

Mindestedens einmal im Monat verweigert der Hanglift in Göhren seinen Dienst. So auch kürzlich wieder am 10. Dezember. So ein Lift ist ja durchaus eine feine Sache und an dieser Stelle auch sinnvoll, aber die Ausfallquote ist schon bemerkenswert. Seit Juni diesen Jahres ist der Hanglift allein wegen Defekt bis zu 10 mal ausgefallen. Hinzu kommen 4 Wartungsarbeiten. Würde man das grob hochrechnen, kommt es pro Jahr zu 20 Ausfällen wegen Defekt. Der Hanglift stand von Anfang an in keinem guten Licht. Ostern 2015 sollte er schon in Betrieb gehen. Doch Unstimmigkeiten bei Planungen, Grundstücksfragen und Pachtverträgen haben die Fertigstellung weit nach hinten geschoben. Und so ging er erst im November 2015 in Betrieb. In den Folgemonaten musste immer ein Bereitschaftsdienst anrücken weil diverse Sensoren Fehler anzeigten. Im Juli dieses Jahres hieß es noch, dass die Firma ABS Transportbahnen aus Österreich relevante Teile austauschen werde. Offensichtlich hat der Austausch nichts gebracht.

Angesichts dieser Tatsache stellt sich der normale Bürger die Frage, wie das bei einem 1,5 Millionen teuren Lift sein kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher hier stecken bleiben ist jedenfalls höher als ein 6er im Lotto.

Auf ein Wort.

Ist die Ferieninsel Rügen durch Bauboom bedroht?

„In diesem Jahr liegt der Fokus auf den einzigartigen Naturlandschaften der Insel” heißt es auf der Website der Tourismuszentrale Rügen GmbH. Wenn es nach Visionen so mancher Investoren ginge, können Einheimische und Gäste bald nur noch durch Betonlandschaften wandern. Die Ferieninsel Rügen ist auf dem besten Wege der Verschandelung. Weg vom typischen Reetdach-Häusern und hin zu Hotels und Eigentumswohnungen mit Wellnest-Oasen und Golfplätzen. Das gern benutze Argument „Schaffung von Arbeitsplätzen“ ist jedoch eher Wunschdenken. Saisonarbeiter bestimmen vielmehr das Bild hiesiger Gastronomie und Hotelgewerbe.

Immer wieder kommen sogenannte Investoren mit absurden Bauplänen auf die Insel. Es sollte jedem klar sein, dass ein Investoren in erster Linie nur Investiert um damit Gewinne zu machen und tun das nicht aus Nächstenliebe. Und wo das große Geld lauert, wird auf Natur keine Rücksicht genommen. Leider vergessen Investoren immer wieder die Tatsache, dass Urlauber wegen der bezaubernde Landschaft und der sauberen Luft auf die Insel kommen. Die Gäste wollen Ruhe, Beschaulichkeit und ursprüngliche Nähe zur Natur. Und die Gästezahlen sind auf Rügen nicht gerade wenig, was man in den Sommerferien an den vielen Staus auf der Insel auch nachvollziehen kann. Für viele Rüganer ist bereits jetzt das Maß der Dinge erreicht. Sie wollen kein zweites Sylt auf Rügen, keine Betonlandschaften und schon gar keine Hochhäuser.

Hier mal einige Beispiele was derzeit auf der Insel Rügen so passiert.

Ehemalige Küstenfunkstelle Rügen Radio

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Ostseebad Göhren holt alte Hafenpläne wieder auf den Tisch

Die Gemeinde Göhren hat das im Jahre 1995 geplante Projekt Sportboot und Fischereihafen wieder auf den Tisch gelegt.
Mit etwa 200 Liegeflächen war am Südstrand von Göhren ein Sport- und Fischereihafen geplant.
Eine Arbeitsgruppe soll nun alte Kontakte wieder erneut aufnehmen und Pläne schmieden.
Das Ostseebad Binz hatte wohl ein ähnliches Projekt vor, ist dann aber doch abgesprungen weil die Mehrheit dagegen stimmte.

Luftaufname Rügen 2015 - Ostseebad Göhren

Nino de Angelo zur 850 Jahresfeier im Ostseebad Göhren

1165 erfolgte die Ersterwähnung des slawischen Fleckchens Göhren in der Chronik des Saxo Grammaticus. Deshalb feierte das Ostseebad Göhren im September 2015 seine 850 Jahresfeier. Neben dem Jubileums-Festumzug durch Göhren fand auch anschließend ein großes Jubiläumsfest im Kurpark statt. Etwa 800 Gäste – geschätzt – folgten der Einladung. Highlights waren natürlich Stargast Nino De Angelo und die Lasershow am Kurpavillon sowie das Höhenfeuerwerk über der Seebrücke. Hier einige Impressionen vom bunten Festumzug und Nino De Angelo.

Göhrener Festtage - 850 Jahre Göhren
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Stillleben Schrägaufzug – Der Millionen Hanglift im Ostseebad Göhren

Im Januar 2014 begann der Bau des 1,5 Millionen teuren Schrägaufzug im Ostseebad Göhren. Ostern 2015 sollte der Schrägaufzug dann in Betrieb genommen werden. Damit der Schrägaufzug aber überhaupt vom TÜV abgenommen werden kann, muss links und rechts ein Sicherheitszaun erreichtet werden. Und hier beginnt das Trauerspiel um Grundstücksfragen mit Bürgermeister Wolfgang Pester (parteilos). Zwischen Kommune und Hang-Pächter kommt keine Einigung zustande. Unstimmigkeiten bei Planungen, Grundstücksfragen und Pachtverträgen schieben den Einigungsprozess in sehr weite Ferne. Nach und nach wird der Ton rauer und geht in Beschimpfungen, Beschuldigungen und Anzeigen über.

Nun kommen die Urlauber und sehen ein Stillleben am Göhrener Nordhang.

Stillleben Schrägaufzug - der Millionen Hanglift im Ostseebad Göhren

Stillleben Schrägaufzug - ein Millionen Hanglift im Ostseebad Göhren

Neue Wetterschutzhütten im Bereich des Nordperd Göhren

Ranger Manfred Klatt und Marcel Hartwig, der derzeit seinen Bundesfreiwilligendienst im Biosphärenreservat leistet, haben in den vergangenen Tagen zwei neue Wetterschutzhütten im Bereich des Nordperdes errichtet. Die Hütten wurden mit Tischen und Bänken ausgestattet. Sie können als Rastpunkt auf einer Tour durch das einzigartige Wald-Naturschutzgebiet dienen, bieten aber gleichzeitig auch einen guten Schutz bei Wind und Regen. Die Errichtung der neuen Wetterschutzhütten erfolgte in Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung des Ostseebades Göhren, die das Baumaterial finanzierte. Das Nordperd ist ein sehr attraktives Naherholungsgebiet des Ostseebades Göhren.

Nordperd Ostseebad Göhren

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Das Steilufer am Nordperd bei Göhren

Das Ufer am Nordperd bei Göhren (Göhrener Höft) zählt zu den am meisten von der Abtragung betroffener Steilufer der Insel Rügen. Durch den Bau einer gewaltigen Uferschutz-Steinmauer (1903-1908) gelang es zwar, die Abtragung an der Spitze der Landzunge zu unterbinden. Dafür aber greift das Meer jetzt die ungeschützte Flanken an. Immer wieder kommt es dort zu größeren Rutschungen. Die dadurch am Strand angehäuften Lockermassen werden alsbald vom Meer abgetragen. Auf diese Weise weicht hier die Küste stellenweise um etwa 20 Zentimeter pro Jahr zurück.

Das Nordperd bei Göhren ist eine der östlichste Vorsprung des größten Inselkerns der Halbinsel Mönchgut. Er besteht aus eiszeitlichen Ablagerungen – aus Geschiebemergel und Geschiebeleh, der meist von feinkörnigem Schmelzwasser überlagert wird.

Steilufer am Nordpferd bei Göhren

Der Sturmsignalmast vom Nordperd Göhren

Das marine Signalwesen auf Mönchgut hat eine lange Tradition: „Bereits am 19.8.1879 wurde zu Göhren auf dem Gelände des Bauern Koos und Pisch ein Eissignal errichtet, um durch ein betreffendes Signal anzuzeigen, dass das Landtief (Fahrrinne im Greifswalder Bodden) wegen Eisbildung gesperrt sei. 1888 wurde daselbst ein Sturmwarnsignal erbaut. Fische E. Brandt in Göhren übernahm die Bedienung des Sturmwarnungs- und Eissignal für jährlich 150 M. und die Führung des Tagebuches der deutschen Seewarte daselbst. Der Mast war 20 m hoch, in 13 m Höhe über der Erde befand sich eine 8 m lange Rahe.”
Willy Dumrath: „Ortsgeschichte von Göhren“, Teil II, Kapitel 5

In den 1930er Jahren wurde der Holzmast durch einen Stahlmast ersetzt, der später auch mit elektrischen Signalen genutzt wurde. Im Jahr 1976 ging er außer Betrieb. Der Signalmast steht als technisches Denkmal seit 15.12.1997 auf der Denkmalliste des Landkreises Rügen.

Sturmsignalmast Göhren