Königsstuhl für Rüganer kostenlos

Seit Freitag, dem 24. August 2018, können Einheimische mit Hauptwohnsitz auf der Inseln Rügen und Hiddensee unter Vorlage des Personalausweises den Königsstuhl kostenlos besuchen. „Wir haben verstanden, dass die Insulaner den Königsstuhl kostenfrei erleben möchten“, sagte Geschäftsführer Mark Ehlers. Die Treppe zum Strand ist seit 2016 gesperrt, dass sorgte bei Einheimischen für massive Kritik. Mit dem kostenlosen Zugang reagiert man nun auf die Proteste der Rüganer. Ansonsten wird sich an den Eintrittspreisen nichts ändern. In den sozialen Netzwerken wird allerdings schon spekuliert, ob diese Maßnahme vielleicht im Zusammenhang mit der geplanten Besucherplattform steht. Versucht man hier die Einheimischen für den Bau der Besucherplattform umzustimmen und auf den Abstieg zu verzichten?

Update: 19:00 Uhr

Laut Königsstuhl Nationalpark Jasmund gilt der freie Zugang für Königsstuhl samt Erlebnisausstellung, Kino, Führungen, Vorträgen und vielen weiteren Angeboten. Ab sofort und mit keiner zeitlichen Beschränkung gilt, dass Einheimische mit Hauptwohnsitz auf der Insel Rügen gegen Vorlage eines gültigen amtlichen Personalausweises freien Eintritt zu allen Angeboten des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL erhalten. Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Detlev Drenckhahn erklärt die neue Linie: „Uns ist es ein großes Anliegen, dass die Einheimischen den Königsstuhl, das Nationalpark-Zentrum und den Nationalpark noch häufiger besuchen. Nur die Rügener, die den Nationalpark mit seinen vielfältigen Lebensräumen und Schönheiten aus eigener Anschauung kennen und wertschätzen, werden sich auch für seinen Schutz einsetzen.“

Demonstration zum Erhalt der Treppe am Königsstuhl

Bei strahlenden Sonnenschein eröffnete am Samstag den 26. Mai Herr Jörg Burwitz von der Lohmer Bürgerinitiative in Sassnitz die Demonstration zum Erhalt der Treppe am Königsstuhl, die 2016 durch einen Baum beschädigt wurde und seit dem gesperrt ist. Aufgerufen waren nicht nur Einheimische, sondern auch Gäste und Urlauber der Insel. In der Kritik steht der Abstieg zum Königsstuhl den es nicht mehr geben soll. Stattdessen plant man eine gigantische und teure Lösung einer Besucherplattform mit überteuerten Eintritt am Königsstuhl. Zum Erhalt der Treppe wurde auch eine Petition eingerichtet. Insgesamt sind ca. 4000 Unterschriften zusammen gekommen sind. Leider noch zu wenig so Jörg Burwitz auf der Demonstration, diese braucht mehr Stimmen. Kritisiert wurde auch, dass für schicke Promenaden in den Touristenhochburgen genug Geld vorhanden ist, für die Treppe offensichtlich nicht. Der Wandertourismus entlang der Kreideküste wird wegen der Treppe stark eingeschränkt, so die Befürchtungen der Bürgerinitiative. „Die Treppe, ein Theater in mehreren Akten” so bezeichnet der parteilose Steffen Ulrich die Gespräche mit der Landesregierung in Schwerin und wirft ihr Desinteresse vor.

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Rettet die Treppe am Königsstuhl

Mehr als 200 Jahre gehörte die Treppe zum Besuch des Kreidefelsens dazu. Jetzt soll das Wahrzeichen abgebaut werden. 2016 wurde die Treppe am Königsstuhl durch einen Baum stark beschädigt. Nach Prüfung des Umweltministeriums kam man zum Endschluss, dass die Treppe komplett abgebaut werden soll. Es gab Sicherheitsbedenken, weil das Kreidefelsmassiv beim Königsstuhl hohe Instabilitäten aufweist und somit eine Gefahr für Besucher darstellt. Das Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft ist gegen eine Reparatur der Treppe. Es sei ein erheblicher Reparaturaufwand die etwa 500 Meter langen Treppe zu sanieren, denn Teile der Treppe verlaufen in einem stetig rutschenden Hangbereich. Messungen des Geologischen Dienstes des Landes zeigen eine sehr hohe Abbruchneigung aus. Doch die Bürger der Insel Rügen wollen sich mit dieser Aussage nicht anfreunden.

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